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Norddeutsche Neueste Nachrichten

23. November 2017 | 08:46 Uhr

Seestraße: Ungeordnet und chaotisch

vom

svz.de von
erstellt am 29.Aug.2012 | 10:19 Uhr

Warnemünde | Die Seestraße ist die Schnittstelle zwischen Meer und Ort. Jedenfalls soll sie das sein. Derzeit verschenken dieser Straßenzug und die angrenzende Straße Am Leuchtturm viel Potenzial. Deshalb ließen Teilnehmer der von der Stadt organisierten Planungswerkstatt nicht viel Gutes am Zustand dieser beiden Straßen.

Bürgersteige sind viel zu schmal

Als chaotisch, ungeordnet, gefährlich, verschenkt und armselig wurde der Zustand der Straßen und der Bürgersteige eingeschätzt. Dabei soll die Bedeutung eine andere sein: "Die Seestraße mit dem Strandzugang ist die erste Straße nach dem Meer und war auch historisch einmal eine Flaniermeile", sagt René Kroboth-Stolte, Anwohner und ein Arbeitsgruppen-Sprecher. Verkehrsberuhigung ist ein wichtiges Stichwort. Das Abschaffen der Längsparker, um die Bürgersteige verbreitern zu können, ein nächstes.

Kroboth-Stolte wünscht sich wie viele eine Aufwertung des Platzes am Leuchtturm, der momentan fast ausschließlich als Wendeschleife für den Parkplatz-Suchende dient. Kroboth-Stolte ist für Verkehrsberuhigung, sprach aber auch ein Problem an: "Berufspendler müssen oft bis nachts in Warnemünde arbeiten, dann fahren oft keine Busse und S-Bahnen mehr, vielleicht muss sich der öffentliche Nahverkehr hinsichtlich der Taktfrequenzen darauf einstellen", sagt er. Er wies darauf hin, dass es sich um eine 1a-Lage handelt, was lediglich durch die Defizite nicht zur Geltung kommt. Fast einhellig wollen alle die Längs-Parkflächen vor den Geschäften abschaffen. Ein Problem sind Wohnmobile, die Stellflächen blockieren und übernachten. Zudem ist auch das Spielstraßen-Schild irreführend im hinteren Teil der Seestraße aufgestellt, sodass viele Autofahrer viel zu schnell dort durchfahren.

Lieferungen nur noch vormittags

"Mein Vorschlag für die Straße Am Leuchtturm ist eine Sommerfußgängerzone mit Zeitfenster für Lieferverkehr am Vormittag", sagt Geschäftsmann Andreas Müller. "Somit könnten Gefahrenquellen durch hohes Passantenaufkommen im Sommer im Bereich der Treppe am Leuchtturm verringert werden und die Straße hätte viel mehr Flair", sagt er. Um die Bereiche optisch ineinander übergehen zu lassen, plädieren Geschäftsleute und Grundeigentümer für eine einheitliche Farbgestaltung bei dem Pflaster. Auch Bänke, wie es sie auf den historischen Ansichten gibt, stehen auf der Wunschliste. Einige Parkplätze sollen für Anwohner bleiben, betonen viele. Auch Radfahrer müssen gekennzeichnete Flächen vorfinden. Die Planungsergebnisse werden sortiert, eine Vorstellung erster Varianten ist im Oktober.

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