warnemünde : Seenotretter stellen ihre Arbeit vor

Einmal selbst zu Seenotrettern werden Fabian (l.) und Jannik am Simulator im Informationscenter. Klaus Streso erklärt am PC, was alles während einer Rettungsaktion zu tun ist. Fotos: Michaela Kleinsorge
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Einmal selbst zu Seenotrettern werden Fabian (l.) und Jannik am Simulator im Informationscenter. Klaus Streso erklärt am PC, was alles während einer Rettungsaktion zu tun ist. Fotos: Michaela Kleinsorge

Tag der offenen Tür bei der Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger / Besucher probieren Einsatzübungen am Simulator aus

svz.de von
27. Juli 2015, 15:00 Uhr

Ihre Türen hat die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) am Sonntag bundesweit an 54 Stationen an deutschen Küsten geöffnet. „Der Seenotrettertag soll einen Einblick über unsere Arbeit vermitteln“, sagt Mitarbeiterin Thekla Riemer. Im Warnemünder Informationszentrum bemühten sich vier Mitarbeiter, um Fragen zu den Schiffsmodellen, der Technik und der anspruchsvollen Arbeit an Bord der Schiffe zu beantworten. Am Fahrsimulator bei Klaus Streso durfte sich jeder einmal selbst als Seenotretter per Mausklick und am Steuerrad betätigen.

Die Simulation durchläuft alle Schritte – vom Ablegen, über die Personenrettung, bis zur Löschung einer Segelyacht mit Abtransport.

Musikalische Unterstützung erhielten die Seenotretter vom Shantychor Luv un Lee. Der gab eine Sondervorstellung vor der „Arkona“ am Alten Strom und sammelte zugunsten der DGzRS. Ihre Open Ship-Aktion konnte die „Arkona“ allerdings nicht planmäßig durchführen. In der Nacht hatte der Sturm das Schiff beschädigt. „Das müssen wir erstmal wieder instand setzen“, sagt Riemer.

Inzwischen gibt es bundesweit mehr 800 ehrenamtliche Mitarbeiter bei der Seenotrettung – unter ihnen Klaus Pütz aus Duisburg. Er ist seit 15 Jahren dabei und greift den Rettern in seiner Freizeit unter die Arme. Drei bis vier Mal im Jahr verlässt er das Ruhrgebiet, um für eine Woche als freiwilliger Rettungsmann auf der „Vormann Jantzen“ zu arbeiten. Den Segelboot-Führerschein hatte er bereits in der Tasche und ließ sich nach einem Erste Hilfe-Kursus von den Fachkräften an Bord zum Rettungsmann ausbilden. „Ich bin an allen Küsten unterwegs und erlebe viel“, sagt der Fotograf. „Inzwischen überlegen meine Frau und ich, ob wir nicht ganz an die Küste ziehen.“

Der Warnemünder Klaus Streso wohnt bereits vor Ort und engagiert sich bei der Betreuung von Ständen und im Informationscenter. Gemeinsam schaffen alle ein gut organisiertes Rettungssystem für Menschen in Seenot.

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