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Wochenende der Gewalt in Rostock : Seemann bedroht Gast mit Pistole

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Dramatische Sekunden im Studentenkeller: Ein Seemann aus Osteuropa hat Sonnabend früh am Rand der Tanzfläche eine Schreckschuss-Pistole gezogen und in Richtung eines 28-Jährigen gezielt. Das berichtete ein Augenzeuge.

svz.de von
erstellt am 21.Apr.2013 | 07:31 Uhr

Rostock | Dramatische Sekunden im Studentenkeller: Ein Seemann aus Osteuropa hat Sonnabend früh am Rand der Tanzfläche eine Schreckschuss-Pistole gezogen und in Richtung eines 28-Jährigen gezielt. Das berichtete ein Augenzeuge der Polizei. Offenbar waren der Bedrohte und eine Gruppe von insgesamt drei Osteuropäern (21 bis 30 Jahre) wegen Drogen in Streit geraten. "Ein harmlos beginnendes Gespräch zwischen den jungen Männern eskalierte plötzlich, als einer der Seemänner nach etwas ,Gras’ fragte", sagt Torsten Sprotte, Polizeiführer vom Dienst im Polizeipräsidium Rostock.

Auf der Tanzfläche feierten da gerade hunderte junge Leute unter dem Motto "Kellermiezen". Sicherheitsleute des Clubs in der Schwaanschen Straße riefen die Polizei, als ein Zeuge sie über den Streit informierte. Beamte brachten die drei Seemänner nach draußen. Die wollten sich damit aber nicht abfinden und versuchten trotz eines inzwischen verhängten Hausverbots, wieder hineinzukommen. Bei einer anschließenden Durchsuchung der Männer fanden die Beamten dann die besagte Schreckschusswaffe. Die Kriminalpolizei ermittelt nun wegen Bedrohung und Hausfriedensbruchs.

Unbekannte bewerfen Straßenbahn mit Stein

Am Wochenende ist es darüber hinaus zu weiteren schweren Straftaten gekommen. Im Fischerdorf in Evershagen wurde ein 16-Jähriger aus einer sechs- bis siebenköpfigen Gruppe heraus überfallen. Am Freitag gegen 19.20 Uhr sprachen zwei aus der Gruppe ihn an, forderten Geld. Als er das verweigerte, bedrängten sie ihn, berichtet die Polizei. Der 16-Jährige wurde geschlagen, getreten und wiederholt zu Boden gebracht. Während einer ihn weiter malträtierte, stahl der andere ihm sein Bargeld. Der Jugendliche wurde leicht verletzt. Trotz einer sofort eingeleiteten Fahndung konnten die Verdächtigen entkommen.

Mehrere hundert Euro Bargeld erbeuteten zwei ebenfalls unbekannte Täter, die am Wochenende eine Spielothek überfielen. Sie griffen einen 56-jährigen Mitarbeiter von hinten an, als er aus dem Hinterausgang kam, um Müll wegzubringen. Die Täter zerrten ihn laut Polizei wieder in die Spielothek, sperrten ihn in einer Toilette ein und flüchteten mit dem Inhalt der Registrierkasse. Kriminalpolizisten konnten am Tatort umfangreiche Spuren sichern.

In Dierkow griffen Unbekannte in der Nacht zu Sonnabend eine Straßenbahn der Linie 3 an. Gegen Mitternacht fuhr sie in die Haltestelle Katerweg ein, als es an der Frontscheibe einen Knall gab. Der Fahrer der Bahn (52) stellte dann in der Scheibe einen rund zehn Zentimeter großen Einschlag fest - offenbar verursacht durch einen Steinwurf. Die Scheibe hatte dem Aufprall standgehalten. Der Fahrer blieb unverletzt. Er hatte mehrere Jugendliche an der Haltestelle bemerkt, die in Richtung Kurt-Schumacher-Ring gingen. Eine Fahndung blieb jedoch ergebnislos. Die Bahn musste ins Depot. Der Sachschaden beläuft sich nach Polizeiangaben auf rund 1000 Euro.

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