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Norddeutsche Neueste Nachrichten

18. November 2017 | 20:55 Uhr

Infarkt an Bord : Seemann aus Polen das Leben gerettet

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Berufsfeuerwehr und Seenotretter bringen den Mann von der „Dar Mlodziezy“ an Land und ins Krankenhaus

svz.de von
erstellt am 07.Aug.2014 | 12:00 Uhr

Das Notsignal kam gestern um 6.30 Uhr vom polnischen Großsegler „Dar Mlodziezy“: Bei einem 50-jährigen Crew-Mitglied bestand der Verdacht auf einen Herzinfarkt. Der Mann hatte einen Kreislaufkollaps erlitten und über Brustschmerzen geklagt.

Seit vergangenem Jahr stehen im Auftrag des Havariekommandos Ärzte und Rettungssanitäter zum Einsatz bei Großschadenslagen auf See bereit. Sofort wurde Dr. Bert Werner zum Seenotkreuzer „Arkona“ nach Warnemünde gefahren. Der Ärztliche Leiter des Brandschutz- und Rettungsamtes ist gleichzeitig Facharzt für Anästhesie und Notfallmedizin. „Gegen 6.45 Uhr sind wir zum polnischen Segler gefahren, der auf Reede lag“, sagt Rainer Scholz von der „Arkona“-Crew. Bis zum Eintreffen des Notarztes und des Rettungsassistenten Marcel Pryzibylla übernahm ein Sanitäter des gleichnamigen Mehrzweckschiffes „Arkona“ die Erstversorgung. Mit einem neuen Spezialtragesystem wurde der kranke Mann von Bord des Seglers auf die „Arkona“ transportiert. Als der Seenotkreuzer in Warnemünde ankerte, stand schon ein Rettungswagen da. Der Notarzt begleitete den Patienten in die Südstadtklinik. Dort wurde ein Herzkatheter gelegt. „Nach der Versorgung war er außer Lebensgefahr und ist stabil“, sagt Mediziner Werner, der den Herzinfarkt bestätigte.

„Es hat sich bewährt, dass an der Ostseeküste Strukturen geschaffen worden sind, die kurzfristig verletzten Menschen auf See helfen und Leben retten können“, sagt Verwaltungssenator Dr. Chris Müller. „Dazu gehört das Team der Berufsfeuerwehr.“ Nicht zu vergessen in der Rettungskette: die Seenotretter der „Arkona“.

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