Seeleute schwelgen in Erinnerungen

<strong>Die DSR-Seeleute</strong> Irina Zepner (49 Jahre, fuhr zuletzt auf der 'Bernhard Bästlein'), Jürgen Altmann (62, 'Wittenberg'), Heike Metz (49, MS 'Schwerin') und Lothar Vogel (54, MS 'Hellerau') nutzen die Gelegenheit zum Gedankenaustausch. <foto>Foto: Georg Scharnweber</foto>
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Die DSR-Seeleute Irina Zepner (49 Jahre, fuhr zuletzt auf der "Bernhard Bästlein"), Jürgen Altmann (62, "Wittenberg"), Heike Metz (49, MS "Schwerin") und Lothar Vogel (54, MS "Hellerau") nutzen die Gelegenheit zum Gedankenaustausch. Foto: Georg Scharnweber

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02. Juli 2012, 10:44 Uhr

Schmarl | Ehemalige Seeleute wurden am Wochenende in den IGA-Park nach Schmarl gelockt. Grund dafür war das 60-jährige Bestehen der Deutschen Seereederei Rostock (DSR), die am Wochenende anlässlich ihres runden Geburtstages ein großes Fest veranstaltet hat. Auf dem Traditionsschiff Typ "Frieden" und an Land wurden Ausstellungen präsentiert und Schifffahrtssouvenirs verkauft.

Alles begann mit "Vorwärts" und "Leichter Fortschritt"

"Ich habe von 1959 bis 1971 auf der ,Theodor Storm’ gearbeitet. Das war unser Bananendampfer", sagt der ehemalige Seemann Siegfried Störmer scherzhaft. Besonders interessiert war er, wie viele der Besucher, an der Ausstellung "Kunst und Kommerz - Werbung und Kunstförderung der Deutschen Seereederei". Im Mittelpunkt steht darin die Arbeit der Werbeabteilung der DSR.

Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) hat die Veranstaltung am Sonnabend eröffnet und in seiner Rede auf die große Entwicklung der Seereederei hingewiesen. Vor 60 Jahren, am 1. Juli 1952, wurde das heute überregionale Unternehmen unter dem Namen VEB Deutsche Seereederei Rostock gegründet. Derzeit beschäftigt es sich mit Schifffahrt, Immobilien, Tourismus und Medizin.

Angefangen hat alles mit den zwei Schiffen "Vorwärts" und "Leichter Fortschritt", zunächst sehr schwierig und holprig. Mit der Zeit entwickelte sich das Unternehmen jedoch stetig weiter. Schiffe und Leute wurden mehr und mehr eingesetzt und das Unternehmen expandierte. Zur Zeit des Umbruchs in den 1990er-Jahren gab es jedoch eine völlige Veränderung. Von 13 177 Mitarbeitern blieben nur noch 3000 übrig und die Anzahl der Schiffe reduzierte sich von 203 auf 47. Am 3. Juni 1993 wurde die DSR schließlich privatisiert. "Selbst heute wissen wir noch nicht, was genau alles aus der Seereederei hervorgegangen ist", sagt Arno Pöker, Geschäftsführer bei der Deutschen Seereederei.

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