360 Biker kamen zur Trauerfeier : Seebestattung für einen Bandido

Zur Bestattung eines ihrer Anführer sind Angehörige des Rockerclubs Bandidos aus ganz Deutschland am Sonnabend nach Rügen gekommen. An der Seebestattung nahmen 360 Rocker und Familienangehörige teil.

svz.de von
22. Juli 2012, 08:33 Uhr

Rügen | Zur Bestattung eines ihrer Anführer sind Angehörige des Rockerclubs Bandidos aus ganz Deutschland am Sonnabend nach Rügen gekommen. Der Vizepräsident des Bandido-Chapters Rügen war am 30. Juni in Hardebek in Schleswig-Holstein bei einem Autounfall getötet worden. Nach Polizeiangaben nahmen an der Seebestattung 360 Rocker und Familienangehörige teil. Zuvor hatte es auf der Rügenbrücke in dem Trauer-Konvoi mit 80 Motorrädern von Stralsund nach Altefähr eine Kollision gegeben. Ein 26 Jahre alter Däne stürzte und wurde schwer verletzt. Stefan Schulz, Hafenmeister von Altefähr, kann den Rummel nicht verstehen. "Dass es auf Rügen Bandidos gibt, wusste ich bislang überhaupt nicht", sagt Schulz. "Hier geht es um eine Trauerfeier. Allein das ist wichtig." Still gehen die Trauernden hinter der Urne des Clubkameraden mit Blumen in der Hand an Bord von zwei Schiffen, die zur Seebestattung auslaufen. Nur die Motorräder stehen noch am Hafen. Die Polizei war mit rund 30 Beamten im Einsatz, um die Trauerfeier abzusichern. Zwischenfälle gab es nicht. Bei dem Unfall in Hardebek waren insgesamt vier Menschen ums Leben gekommen. Noch am Unfallort waren der Vizepräsident des Bandido-Chapters Rügen.

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