Nordsee-Windpark : SEAR holt Auftrag für 10 Millionen

Das Rostocker Elektrotechnikunternehmen SEAR hat einen Großauftrag zur Ausstattung des Nordsee-Windparks «Hohe See» erhalten.
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Das Rostocker Elektrotechnikunternehmen SEAR hat einen Großauftrag zur Ausstattung des Nordsee-Windparks «Hohe See» erhalten.

Rostocker statten den Nordsee-Windpark aus

svz.de von
15. April 2017, 08:00 Uhr

Das Elektrotechnik-Unternehmen SEAR aus Rostock hat einen Großauftrag zur Ausstattung des Nordsee-Windparks Hohe See erhalten. Auf Bestellung des belgischen Stahlturmproduzenten Smulders werde das Unternehmen aus der Hansestadt 71 rund 30 Meter hohe und 6 Meter breite Verbindungsrohre, so genannte Transition Pieces, mit hochkomplexer Elektrotechnik installieren, so die Information. Der Auftrag belaufe sich auf mehr als zehn Millionen Euro und soll bis April 2018 abgeschlossen sein.

Ein Verbindungsstück reiche von dem im Meeresboden verankerten Fundament, das wiederum bis zur Meeresoberfläche geht, bis zum eigentlichen Turm der Windmühle, hieß es. Nach der Vorfertigung in Rostock und der Endmontage in Antwerpen werden diese Komponenten im Windpark Hohe See verbaut. Wie SEAR weiter mitteilte, werden derzeit pro Woche mehrere Tausend Meter Kabel und Hunderte von Geräten in Rostock vorgefertigt und anschließend in Antwerpen installiert.

Der Nordsee-Windpark Hohe See liegt rund 90 Kilometer nördlich von Borkum und 100 Kilometer nordwestlich von Helgoland und wird vom Karlsruher Energieunternehmen EnBW gebaut. Die 71 Windkraftanlagen haben eine Gesamtleistung von 497 Megawatt und sollen ab 2019 jährlich rund zwei Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugen. Mit dieser Energie können rechnerisch rund 560 000 Haushalte versorgt werden. Berechnungen zufolge können damit rund 1,5 Millionen Tonnen CO2 im Vergleich zu konventioneller Energieerzeugung eingespart werden.

2016 hatte SEAR einen Umsatz von rund 30 Millionen Euro erwirtschaftet. Das Unternehmen beschäftigt nach eigenen Angaben mehr als 160 Mitarbeiter.

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