Sear baut neuen Hauptsitz

<strong>Anfang September wollen</strong> die Geschäftsführer Mayk Wiese (l.) und Thomas Lambusch in den Neubau ziehen.<foto>torben Hinz</foto>
Anfang September wollen die Geschäftsführer Mayk Wiese (l.) und Thomas Lambusch in den Neubau ziehen.torben Hinz

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13. April 2012, 08:11 Uhr

Schmarl | Anfang September wollen die Sear-Mitarbeiter aus dem Sirius-Business-Park an ihren neuen Standort an der Hundsburgallee ziehen. Hinter dem Citti-Markt entsteht derzeit für mehrere Millionen Euro ein dreistöckiges Bürogebäude mit angeschlossener Produktionshalle. Insgesamt haben die Elektrotechniker darin 3500 Quadratmeter Fläche zur Verfügung. "Die Büros sind relativ eng, dafür haben wir viel Wert auf die Kaffee- und Pausenecken gelegt", sagt Geschäftsführer Thomas Lambusch.

Generell sei oberste Priorität des Neubaus, eine angenehme Arbeitsatmosphäre zu schaffen. Denn die 170 Mitarbeiter des Unternehmens haben gut zu tun. Bis zum Umzug etwa rüsten sie zwei Siemens-Umrichterplattformen für Nordsee-Offshore-Windparks mit Elektrotechnik aus. Die mehr als 100 Meter hohen Plattformen werden momentan bei Nordic Yards in Warnemünde und Wismar gebaut. Allein die Elektrotechnik bringt mehr als drei Millionen Euro ein. Der Sear-Gesamtauf tragsbestand liegt bei mehr als 80 Millionen Euro.

Als Lambusch und sein Partner Mayk Wiese das Unternehmen 2006 von der Deutschen Seereederei übernahmen, waren es noch 35 Millionen Euro. Die Grundlagen für den Erfolg seien 2003 gelegt worden, sagt Lambusch: "Da fiel die Entscheidung, sich auf den Energiemarkt zu spezialisieren." Von da an habe sich das Unternehmen vom Sanierungsfall zur Firma für Großaufträge entwickelt, mit Zweigstelle in Mannheim. Die Mitarbeiter verfügen über diverse Zusatzqualifikationen. "Das unterscheidet uns von den anderen Elektrotechnikbetrieben", sagt Wiese. Dazu trage auch die Ausrichtung auf langfristige Zusammenarbeit bei. In den 90er-Jahren war Sear beispielsweise am Rückbau des Kernkraftwerks in Lubmin beteiligt. Aktuell statten die Mitarbeiter mehrere konventionelle Kraftwerke in den Niederlanden und Deutschland mit Elektrotechnik aus. Und allein mit dem Bau von mehr als 100 Umspannwerken seit 2002 hat das Unternehmen mehr als 20 Millionen Euro verdient.

Daneben ist die Firma auch in den Bereichen Industrie- und Gebäudetechnik tätig. Unter anderem zählen die in Rostock ansässigen Großunternehmen Nordex, Liebherr und Caterpillar zu den Kunden. Die Mitarbeiter kommen aber auch außerhalb der Stadtgrenzen viel rum, bis nach China und Mexiko. Von den 170 Angestellten sind lediglich 30 bis 40 ständig am Hauptsitz beschäftigt.

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