1.Mai-Demonstration : Schwesig beim Tag der Arbeit

Gewerkschaftsbund für bessere Bedingungen. 73. Jahrestag der Befreiung

svz.de von
30. April 2018, 12:00 Uhr

Am 1. Mai demonstriert sowohl der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) – mit prominenter Unterstützung von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) – als auch vorab die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes.

Die Gewerkschafter begehen den Tag traditionell auf dem Kastanienplatz. Um 10 Uhr beginnt ein Demonstrationszug am Doberaner Platz und zeitgleich das Kulturprogramm auf dem Kastanienplatz. „Nach wie vor ist der Tag der Arbeit für uns ein wichtiges Ereignis, um auf Missstände in der Arbeitswelt hinzuweisen und unsere Forderungen auf die Straße zu tragen“, Fabian Scheller, Regionsgeschäftsführer der DGB Region Rostock-Schwerin. Er freue sich neben dem Bezirksvorsitzenden Uwe Polkaehn auch die Ministerpräsidentin und die Bundesfamilienministerin, Dr. Franziska Giffey, (SPD) in Rostock begrüßen zu dürfen. In einer Diskussionsrunde stellen sie sich den Fragen der Geschäftsführer der Mitgliedsgewerkschaften.

Als politische Themen stehen folgende im Vordergrund: Niedriglöhne, Mini- und Midijobs, Überstunden und Überlastung im öffentlichen Dienst, Mitbestimmung Beschäftigter bei ihrer Arbeitszeitplanung, Investitionen in die Bildung, die Lohnlücke von 21 Prozent für Frauen, Flucht von Arbeitgebern aus der Tarifbindung, ein gerechteres Steuersystem sowie die Stärkung eines sozialen und solidarischen Europas. Für ein musikalisches Rahmenprogramm sorgt die Band Les Bummms Boys. Die Gewerkschaften wollen, nach eigener Aussage, eine spannende Kombination aus Politik und Vergnügen auf den Platz bringen. Außerdem werde der 1. Mai als Tag der Solidarität empfunden und gegen Krieg und Intoleranz, Rassismus und Rechtspopulismus demonstriert.

Das ist ein Nerv, den auch die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bund der Antifaschisten (VVN-BdA) treffen will. Sie lädt zu 9.30 Uhr zur Kundgebung am Werftdreieck am Denkmal für die 1400 Zwangsarbeiter, die in den Rostocker Rüstungsfabriken arbeiten mussten. Anlass ist der 73. Jahrestag der Befreiung der Hansestadt vom Hitlerfaschismus durch die Rote Armee. Die Mitglieder der VVN-BdA Rostock legen am Denkmal ein Blumengebinde nieder und nehmen danach an der Maidemonstration teil. Die Bevölkerung ist aufgerufen, sich an der Kundgebung zu beteiligen. NNN


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen