Schutz vor der Sturmflut

<strong>Sicherheit geht vor: </strong>Detlev Jahns (l.) und Fabian Voll überwachen die Installation des Schieberkreuzes. Bei zu hohem Wasserdruck öffnen sich die Schieber und verhindern somit den Rückstau.<fotos>Jenny Pfeifer</fotos>
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Sicherheit geht vor: Detlev Jahns (l.) und Fabian Voll überwachen die Installation des Schieberkreuzes. Bei zu hohem Wasserdruck öffnen sich die Schieber und verhindern somit den Rückstau.Jenny Pfeifer

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15. März 2013, 08:01 Uhr

Warnemünde | Neue Leitungen und Hochwasserschutz: Die Eurawasser Nord GmbH leistet mit ihren Kanalarbeiten einen wichtigen Dienst für das Seebad, auch wenn die Bauarbeiten Am Strom und in der Kirchenstraße so manchem Spaziergänger und Ladenbesitzer auf den Wecker gehen. 1,4 Millionen Euro haben Eurawasser und der Warnow-Wasser- und Abwasserverband (WWAV) als Auftraggeber in die Instandsetzung investiert.

Noch werden die Schmutz- und Regenwassersammler von Grund auf saniert. Das Unternehmen erneuert in diesem Zuge auch gleich die Hausanschlüsse mit. "Dafür haben wir drei große Schachtbauten mit Schiebewerken errichtet", sagt Detlev Jahns, Baubegleiter des Entsorgers. Somit werde der Fließverkehr ständig aufrechterhalten.

Straßenerneuerungen dauern bis November

Insgesamt 191 Meter vom Schmutzregenwassersammler mit einem Durchmesser von 25 Zentimetern werden derzeit saniert. Davon seien 130 Meter bereits verlegt, so der Baubegleiter. Der Regenwassersammler ist 175 Meter lang und hat einen Durchmesser von einem Meter. Davon wurde auch bereits ein Großteil in drei Metern Tiefe neu verlegt. Besonderen Aufwand betreibt das Unternehmen im Hochwasserschutz. Ein so genanntes Schieberkreuz hat die Firma direkt vor der Bahnhofsbrücke installiert. "In den Regenwasserrohren wird der Druck gemessen. Ist dieser zu hoch, werden die Schieber geöffnet und ein Rückstau und somit Überschwemmungen verhindert", so Jahns. Die Steuerung läuft vollelektronisch. Außerdem bereitet der Entsorger das Fundament für eine Schutzwand vor, die bei einer Flut auf Höhe der Bahnhofsbrücke quer über die Straße Am Strom führen wird. "Dafür wird eine Schiene in Granitplatten eingefasst", sagt Fabian Voll, Bauüberwacher der BDC Dorschgruppe. Ende Mai sollen die Kanalbauarbeiten Am Strom und vor der Tourismuszentrale beendet werden, so Voll.

Bis November dauert dann noch die abschließende Straßensanierung. "Im Abschnitt zwischen dem Kirchenplatz und der Alexandrinenstraße wird die Fahrbahn einschließlich der Nebenanlagen hergestellt", sagt Ulrich Kunze, Sprecher der Hansestadt Rostock.

Die Befürchtung der umliegenden Geschäfte, durch die Bauarbeiten für die Kunden nicht mehr erreichbar zu sein, kann der Warnemünder Ortsbeiratsvorsitzende Alexander Prechtel (CDU) entkräften: "Mir ist vom Tiefbauamt versichert worden, dass alle Geschäfte die Saison hinweg durchgehend erreicht werden und die Einschränkungen minimal sind. Die Arbeiten verlaufen in der Straßenmitte."

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