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Schuldebatte in Rostock : Schulstreit droht Verlängerung

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Auslagerung der Jenaplanklassen an den Margaretenplatz könnte doch über das versprochene Jahr hinaus andauern.

von
erstellt am 15.Apr.2016 | 11:40 Uhr

Bleiben die maximal 130 Jenaplanschüler doch länger als nur ein Jahr in der Margaretenschule? Dem Plan der Stadtverwaltung, sie im Zuge der Einrichtung einer Oberstufe für ein Jahr in der Kröpeliner-Tor-Vorstadt zu unterrichten und so das Platzproblem in der Lindenstraße zu lösen, droht schon jetzt eine Verlängerung. Grund dafür ist die Sanierung der Schule am Schäferteich in Toitenwinkel. „Voraussichtlicher Baubeginn ist und war schon immer Mitte 2017“, sagt Sigrid Hecht, deren Eigenbetrieb Kommunale Objektbewirtschaftung und -entwicklung (KOE) für das Vorhaben zuständig ist. Eigentlich sollten zu diesem Zeitpunkt aber bereits die Schüler und Lehrer der Schule am Wasserturm nach Toitenwinkel umziehen. Ihr altes Gebäude wäre dann frei für die Jenaplanschule, sodass die Mitnutzung der Margaretenschule beendet wäre.

„Ich habe Sorge, ob dieses eine Jahr gehalten werden kann“, sagt Uwe Flachsmeyer, Vorsitzender des KOE-Betriebsausschusses und der Fraktion der Grünen. Vor dem Hintergrund der festen Zusagen, die den beteiligten Eltern gegeben worden seien, „würde ich es als fatal empfinden, wenn es nicht zu halten wäre“, so Flachsmeyer. Denn das hätte einen großen Vertrauensverlust zur Folge. Unter anderem hatten der Elternrat der Margaretenschule und der Ortsbeirat der KTV die verstärkte Nutzung und damit verbundene Einschränkung ihrer eigenen Grundschule anfangs scharf kritisiert. Zumal die Zahl der ausgelagerten Schüler von zunächst kolportierten 33 Oberstufenangehörigen später auf bis zu 130 gestiegen war. Auch deswegen legte der Ortsbeirat seinen Widerspruch gegen das Vorhaben ein.

Den überstimmte die Bürgerschaft auf ihrer Sitzung am 6. April. In der zugehörigen Debatte erklärte Schulsenator Steffen Bockhahn (Linke) mit Blick auf die Sanierung der Schule am Schäferteich: „Es gibt keinen Grund zu denken, dass das nicht bis 2017/18 fertig sein soll.“ Das jedoch ist laut KOE-Chefin Hecht nie realistisch gewesen. Sie sagt: „Um 5,3 Millionen Euro seriös und abrechenbar zu investieren, da braucht man einen Vorlauf.“ In diesem Jahr seien daher nur 400 000 Euro für die Entwurfsplanung im eigenen Wirtschaftsplan eingestellt. „Diesen Planungsprozess können wir nicht beschleunigen“, so Hecht.

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