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Norddeutsche Neueste Nachrichten

21. November 2017 | 18:33 Uhr

Schule schlägt Alarm: Positives Klima gefährdet

vom

svz.de von
erstellt am 11.Jun.2013 | 09:00 Uhr

Satow | Weil sie eine massive Verschlechterung des Schulklimas befürchten und die positive Entwicklung gefährdet sehen, haben Schüler der Satower Schule am See und ihre Eltern gestern gegen die geplante Neubesetzung der Schulleiterstelle protestiert. "Wir sind nicht gegen eine neue Schulleiterin, sondern hätten gern eine, die zu uns passt", sagte Maria Klamrzynski, Mitglied im Schülerrat. Wichtig sei vor allem, dass die künftige Direktorin die Schüler unterstütze, ihnen Halt gebe und dass eine Vertrauensbasis bestehe, so die 15-Jährige.

Von Vertrauen kann jedoch im Hinblick auf die vom Schulamt vorgeschlagene Kandidatin keine Rede sein. In einer einstimmigen Entscheidung lehnte die 13-köpfige Schulkonferenz, die sich aus Schüler-, Eltern- und Lehrervertretern sowie dem Schulträger zusammensetzt, die Bewerberin ab. Grund: "Sowohl vom Auftreten als auch von den Argumenten hat die neue Schulleiterin überhaupt nicht überzeugt", sagte Andrea Keiner, die Mitglied im Schulelternrat ist. Hinzu komme, dass einige Eltern und Lehrer in der Vergangenheit bereits negative Erfahrungen mit der Pädagogin gemacht hätten, die derzeit noch eine andere Schule im Landkreis leite.

Konsequenzen hatte das negative Votum der Schulkonferenz bislang aber keine - auch deshalb gingen die Satower gestern auf die Straße. "Ich bin empört darüber, wie einfach und formalrechtlich korrekt es möglich ist, die Sichtweise der Betroffenen als nicht einmal diskussionswürdig zu betrachten", sagte Ralph Beyer, dessen Kinder die Schule am See besuchen. Während das Schulamt zunächst suggeriert habe, es sei an der Meinung von Schülern, Eltern und Lehrern interessiert, habe es das Votum dann ohne Rücksprache und Diskussion als nicht relevant eingestuft. "Ich glaube, besser kann man Vertrauen und Erwartungen nicht enttäuschen", so Beyer.

Nachdem der Schulelternrat mehrere Schreiben an das Schulamt und das Bildungsministerium verfasst und nach eigenen Angaben wochenlang auf Antworten gewartet hatte, scheint nun Bewegung in die Sache zu kommen. Sowohl die Schulamtsleiterin als auch Bildungsminister Mathias Brodkorb (SPD) hätten ihre Gesprächsbereitschaft signalisiert, so Keiner. "Unsere Hoffnung ist, dass es in einem solchen Gespräch gelingen wird, gute Lösungen für die weitere Schulentwicklung und das Wohl unserer Kinder zu finden."

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