Rostock : Schulanbau feiert Richtfest

Die Wärmedämmung des Neubaus und gestern den Trinkspruch zum Richtfest übernahm Zimmermann Reiner Fischer.
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Die Wärmedämmung des Neubaus und gestern den Trinkspruch zum Richtfest übernahm Zimmermann Reiner Fischer.

Bis zum neuen Unterrichtsjahr soll das zweite Haus der Kinderkunstakademie in Kassebohm fertig sein

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01. April 2017, 16:00 Uhr

Mit etwas Verspätung aufgrund der Winter-Krankheitswelle hat die Kinderkunstakademie im Vicke-Schorler-Ring gestern exakt ein Jahr nach dem Spatenstich Richtfest für ihr neues Grundschulgebäude gefeiert. Bis zum kommenden Schuljahr soll auch der Innenausbau abgeschlossen sein. Dann können bis zu 176 der insgesamt maximal 528 Kinder und Jugendlichen im Neubau lernen. Weiter steigen soll die Gesamtzahl nicht, verspricht Sergio Achilles, Geschäftsführer des betreibenden Instituts Lernen und Leben (ILL). „Wir haben es geschafft, diese Schule um ein Gymnasium zu erweitern, um die Rahmenbedingungen für die Kinder zu verbessern“, sagt er. Damit sei die Planung abgeschlossen.

Bei Gründung der Einrichtung 2005 habe diese lediglich 17 Grundschüler beherbergt, so Schulsenator Steffen Bockhahn (Linke): „Das ist eine rasante Entwicklung.“ Richtig sei sie dennoch. Denn sie garantiere den Kindern und Jugendlichen „ein Konzept von der Krippe bis zum angestrebten Abschluss“. Lob kommt auch vom Ortsbeiratsvorsitzenden Karl Scheube (SPD): „Wir waren immer dafür.“ Sein Gremium musste allerdings mehrfach zwischen ILL und Nachbarn vermitteln – denn diese sahen das ständige Wachstum durchaus kritisch, fühlten sich durch den Lärm belästigt. Auch deswegen dauerte es drei Jahre bis zum jetzigen Ausbau. Letztlich hätten sich die Beteiligten aber auf ein Schutzkonzept geeinigt, so Achilles. Er will nun noch den Bring- und Abholverkehr entschärfen. Dafür „nimmt das ILL noch mal rund 120 000 Euro in die Hand, um neue Parkflächen zu schaffen“, erklärt er. Deren Zahl soll von 43 auf 66 steigen.

In das neue, zweistöckige Haus hat der Träger rund drei Millionen Euro investiert. „Der Bau ist zukunftsträchtig und visionär“, sagt Bürgerschaftspräsident Wolfgang Nitzsche (Linke). Und er decke den großen Bedarf in der Region. Er beherbergt acht Klassenzimmer, einen Musikraum, Werkraum, Atelier und Mensa. Außerdem gibt es einen Spiel- und Bewegungsraum, der für den Grundschulsport, aber auch als Aula oder Tanzstudio genutzt werden kann. Außerdem ist es dank einer Schiebewand möglich, ihn mit dem Essensraum zu kombinieren. Mit dem Alt- ist der Neubau durch eine 16,5 Meter lange und 14,5 Tonnen schwere Brücke verbunden.

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