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16. Dezember 2017 | 12:07 Uhr

Schützern fehlt das Geld

vom

svz.de von
erstellt am 17.Sep.2013 | 06:19 Uhr

Warnemünde | Seit 20 Jahren setzt sich Barbara Linkis vom Verein Tiere in Not für das Wohl von Tieren ein. Sie kämpft gegen Missstände. "Es hat sich einiges verbessert, aber es ist liegt noch genug im Argen", sagt sie NNN-Autorin Maria Pistor.

Wo sehen Sie vor allem Handlungsbedarf?

Linkis: Die Betreuung von Urlaubern mit Tieren wird oft unterschätzt. Von offizieller Seite gibt es keinen Anlaufpunkt im Ostseebad. Auf Initiative unseres Vereins haben wir unsere Adresse an der Gaststätte "Twee Linden" hinterlassen. Darüber sind viele dankbar. Ich wünsche mir mehr Unterstützung von der Tourismuszentrale, auch in finanzieller Hinsicht.

Wer hilft Ihnen denn?

Die Hansestadt und die Amtstierärztin haben einen Fonds mit einer Summe für die Kastration frei lebender Katzen aufgelegt. Das ist ein Anfang, die Summe reicht aber nicht für alle Katzen. Und häufig bleiben die Tierschützer auf Kosten sitzen.

Was ärgert Sie außerdem?

Dass der Tierschutz in der Gesellschaft eine zu geringe Lobby hat. Da werden in meinen Augen unsinnige Gelder in die Forschung investiert, zum Beispiel, wie Schweine sich glücklich fühlen. Wenn Schweine artgerecht gehalten werden, wie hier bei Hobby-Bauer Irmin Stintzing, dann sind sie auch glücklich.

Gibt es auch etwas, das sich in den 20 Jahren verbessert hat?

Die Sensibilität hat sich bei vielen erhöht. Dadurch sind Tierquälereien zurückgegangen.

Sie sind gegen die Erhöhung der Hundesteuer. Warum?

Das ist wieder ein Vorhaben von der Stadt, das auf dem Rücken der sozial Schwachen ausgetragen wird. Betroffen sind Menschen, die sich oft das letzte Geld für ihre Vierbeiner absparen. Gerade für sie ist ein Hund ein wichtiger Alltagsbegleiter. Ich wäre dafür, dass Menschen, die einen Hund aus dem Tierheim holen, von der Steuer befreit werden. In anderen Kommunen gibt es das.

Was benötigen Sie am dringendsten für Ihre Arbeit?

Spenden für die Behandlung von Not leidenden Tieren beim Tierarzt und Futter-Gutscheine, damit die Tierschützer, die sich um frei lebende Katzen kümmern, das nicht alles aus eigener Tasche zahlen müssen. Wir suchen immer Menschen, die Tiere in Not aufnehmen können. Und wir wünschen uns noch mehr junge Menschen, die sich ehrenamtlich im Tierschutz engagieren.

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