FC HANSA ROSTOCK : "Schünes" Rückkehr auf leisen Sohlen

Hansas Sascha Schünemann, der hier Erfurts Mijo Tunjic abräumt, haute sich in die Zweikämpfe  und überzeugte bei seinem Comeback in der Startelf.
Hansas Sascha Schünemann, der hier Erfurts Mijo Tunjic abräumt, haute sich in die Zweikämpfe und überzeugte bei seinem Comeback in der Startelf.

Hansas Mittelfeld-Talent Sascha Schünemann gibt gutes Comeback in der Startelf

svz.de von
03. Dezember 2013, 00:00 Uhr

Beim Comeback von Keeper Jörg Hahnel, der beim 1:0-Erfolg in der 3. Fußball-Liga gegen Rot-Weiß Erfurt eine fehlerfreie Leistung zeigte, ging die Rückkehr eines zweiten Hansa-Akteurs fast unter: Sascha Schünemann stand erstmals seit dem 10. Spieltag (0:6 beim SV Darmstadt) wieder von Beginn an auf dem Platz und absolvierte die gesamten 90 Minuten. „Ich habe lange Zeit nicht gespielt, gerade nicht über die volle Distanz. Daher habe ich mich gefreut, dass ich mal wieder randurfte. Es war ein geiles Spiel, das wir gewonnen haben“, freute sich der Mittelfeldakteur.

Dabei zeigte der 21-Jährige, der für den gelb-gesperrten Leonhard Haas als offensiver Sechser in die Startelf gerückt war, einen ansprechenden Auftritt und leitete das Blitztor von David Blacha nach 35 Sekunden mit ein. Dabei schien das frühe 1:0 auf den Youngster wie eine Beruhigungspille zu wirken. „Wichtig war für mich, dass wir gleich in Führung gegangen sind. Dadurch hat man noch mehr Selbstvertrauen bekommen“, sagte Schünemann.

Trotz fehlender Praxis, die ihm in einigen Szenen anzumerken war, fügte er sich im zentralen Mittelfeld gut ein, zeigte genaue Pässe und arbeitete nach hinten ordentlich mit. „Ich wollte erst mal reinkommen und habe daher eher die sicheren Bälle gespielt. Später war ich voll drin, auch mit den ganzen Emotionen, die dazugehören“, so „Schüne“, der sich in der zweiten Halbzeit richtig in die Zweikämpfe reinhaute und einige vielversprechende Konter einleitete.

Trainer Andreas Bergmann zeigte sich jedenfalls mit der Leistung des gebürtigen Berliners, der die Jugendschulen von Tennis Borussia und Hertha BSC durchlief, recht zufrieden. „Er hat seine Sache ordentlich gemacht“, lobte der Hansa-Coach und fügte an: „Ich kenne Sascha ja schon eine Weile und weiß um seine strategischen Fähigkeiten. Er besitzt ein gutes Passspiel, kann die Bälle in die Nahtstellen der gegnerischen Abwehr spielen. Er muss nur noch konsequenter gegen den Ball arbeiten“, zählte Bergmann die Stärken und Schwächen seines Schützlings auf.

In jedem Fall hat Schünemann bewiesen, dass er für Hansas etatmäßigen „Sechser“ Haas eine Alternative darstellt. „Gerade bei der Belastung, der unsere Stammkräfte ausgesetzt sind, ist es gut zu wissen, dass man durchwechseln kann“, so der Trainer. Erst recht, wenn beim Startelf-Comeback gleich ein Sieg zu Buche steht.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen