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Vorlesewettbewerb : Schüler wollen später ihren Kindern vorlesen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Viele junge Talente beim Rostocker Vorlesewettbewerb. Ada Mathilda Memmler überzeugt die Jury.

Seine Stimme wird schrill, der Witz spürbar: Fabian Elsken Sicard liest aus Marc-Uwe Klings „Die Känguru-Chroniken“. „Ich habe die Geschichte als Hörbuch und mag sie sehr“, so der 12-Jährige von der Jenaplanschule. Beim gestrigen Entscheid des Vorlesewettbewerbs des Deutschen Buchhandels für Rostock ließ der Schüler das Publikum an seiner Begeisterung teilhaben.

„Der Wettbewerb macht die Schüler für Literatur und Sprache zugänglich“, sagt Steffen Kästner, Leiter der Christophorusschule. Er freue sich, dass der Regionalentscheid in der Bibliothek seiner Schule stattfinde, so der 52-Jährige.

Nachdem die neun Rostocker Sechstklässler aus ihrem selbst gewählten sowie aus dem für alle unbekannten Werk „Australien? Australien! – Ein Roadmovie“ von Tino Schrödl gelesen haben, steht die Siegerin fest – Ada Mathilda Memmler vom Christophorusgymnasium. Der fünfköpfigen Jury fiel die Entscheidung anhand der Kriterien Lesetechnik, Interpretation und Textauswahl nicht leicht. „Es setzt sich durch, wer klar, deutlich und fehlerfrei liest – ohne zu viel Dramatik oder Schauspielerei, aber mit Gespür für die Erfordernisse des Texts“, sagt Bibliothekarin Daniela Albrecht. Die Textauswahl der jungen Leute sei nicht unerheblich, denn die Qualität des Textes beeinflusse das Vorlesen, so die 32-Jährige.

Als Belohnung für ihr Engagement erhielten alle Schüler eine Urkunde und ein Buch. Und für Stadtsiegerin Ada geht der Wettbewerb in Schwerin weiter. Wer weiß, vielleicht schafft sie es ja bis ins Finale der besten deutschen Vorleser im Juli.

Für Fabian hingegen steht fest: „So wie meine Eltern mir vorgelesen haben, will ich das später auch für meine Kinder tun.“ Da ist er sich mit der 11-jährigen Trine Scherer von der Borwinschule und dem 12-jährigen Mattes Kühn vom Ecolea-Gymnasium einig.

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