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Norddeutsche Neueste Nachrichten

14. Dezember 2017 | 01:54 Uhr

Kids-Day : Schüler übernehmen die Schiffsbrücke

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Aida-Ausbildungs- und Trainingszentrum: Fragen an Offiziere, Techniker und Kapitän

Durch die Flure der Aida-Academy, die sonst Auszubildende, Offiziere und Kapitäne queren, sind gestern mehr als 200 kleine Füße getippelt. In dem Ausbildungs- und Trainingszentrum fand der erste Kids-Day statt.

„Es war ein voller Erfolg“, befand der Leiter des Zentrums und Aida-Kapitän Burkhard Müller. Am Vor- und Nachmittag sahen sich begeistert sechs Klassen der Grundschulen Lichtenhagen und John Brinckman im Zentrum um. Dann kam die Gruppe von der Deutschen Gesellschaft für das hochbegabte Kind MV (DGhK). Die 20 Schüler der ersten bis fünften Klassen bekamen große Augen. Sie werden bei der Gesellschaft in Kursen gefördert. Der Kids-Day war für sie ein Extra-Studientag.

Hilko Tjard Mahler, ein Erster Offizier bei Aida, erklärte den Schülern den hochkomplexen Schiffssimulator, in dem sonst Offiziere den Ernstfall proben. Die Kinder durften selbst als Kapitäne die „Aidadiva“ steuern. Im Simulator wurde die See in den Gewässern vor Singapur rauer und die Nacht brach ein. Hagen Gieloff (10) aus Glashagen hielt das Steuer wacker in der Hand. Die Sorge des Offiziers, dass die Kinder das Schiff lieber auch mal versenken würden, blieb unbegründet. Völlig konzentriert folgten sie seinen Ausführungen, dass auch auf See Vorfahrt gilt – in der Regel rechts vor links. „Aber muss man ein Schiff anhalten, wenn jemand entgegen kommt, wohin weicht man aus“, wollte Karla Dodell (11) wissen. „Immer nach Steuerbord.“ In den kleinen Köpfen ratterte es, aber es blieb noch Platz für mehr. „Das Angebot von Aida kommt dem technischen Interesse der Kinder sehr entgegen“, sagte Uta Raschke, die ehrenamtlich bei der DGhK ist. Von Kapitän Müller erfuhren die Schüler kindgerecht am Modell im Wasserbecken von Windangriffsfläche, Auftriebskraft und wie viel Ladung ein Schiff haben darf. Im Maschinenraumsimulator erklärte Chief-Electrician Thomas Dabelstein, was eigentlich in einem Maschinenraum so alles passiert und dass die „Aidaprima“ so schwer ist wie 12 000 Elefanten.

Mit dem Kids-Day wolle die Aida Kindern einen Einblick in die Seefahrt gewähren und zeigen, dass der Beruf attraktiver sei, sagte Müller. Und nach dem Erfolg, der Begeisterung der Kinder, werde jetzt über eine Wiederholung nachgedacht.

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