Rostock : Schüler suchen ihre Traumberufe

Polizei oder doch die öffentliche Verwaltung? Anne-Kathrin Litzenberg, Einstellungsberaterin an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege in Güstrow, zeigt Abiturient Franz Hedtke seine Berufsmöglichkeiten auf.  Fotos: Anne Schwartz
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Polizei oder doch die öffentliche Verwaltung? Anne-Kathrin Litzenberg, Einstellungsberaterin an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege in Güstrow, zeigt Abiturient Franz Hedtke seine Berufsmöglichkeiten auf. Fotos: Anne Schwartz

73 Betriebe stellen bei der Nordjob-Messe Ausbildungsberufe und Studiengänge vor

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02. Juli 2015, 10:00 Uhr

Erzieher, Informatiker, Bankkaufmann oder Polizist? Für viele Jugendliche ist die Wahl des richtigen Berufs die erste große Entscheidung ihres Lebens. Nach dem Schulabschluss stehen die jungen Berufsanfänger jedoch häufig vor der Qual der Wahl. Orientierung bietet ihnen die Ausbildungsmesse Nordjob in Rostock. Das Konzept: Schüler vereinbaren Termine mit den gewünschten Unternehmen und bereiten sich gezielt auf die persönlichen Beratungsgespräche vor. Insgesamt 73 Firmen buhlen auch heute noch bis 14.45 Uhr in der Schmarler Hanse Messe um die Gunst der zukünftigen Fachkräfte.

Einen ziemlich genauen Plan von ihrem weiteren Weg hat die 16-jährige Nele Haupt. „Ich möchte gerne Erzieherin werden. Nach zwei Praktika in einem Kindergarten bin ich mir da schon relativ sicher“, sagt die Stralsunderin. Am Stand vom Claudia Bäumler von Pädagogischen Kolleg Rostock hat die Realschülerin deshalb einen Beratungstermin vereinbart. Von der Verwaltungsleiterin erfährt Nele etwa, dass sie in sechs Jahren neben der Ausbildung auch ein pädagogisches Studium abschließen kann. „Für viele Jugendliche ist diese Messe der erste Kontakt mit er Berufswelt. Daher ist es wichtig, die Informationen kurz und bündig zu halten, um die nicht gleich zu überfordern“, sagt Claudia Bäumler.

Das Prinzip der Nordjob scheint bei den Schulabgängern zu punkten. Mit fast 3000 Schülern, die rund 6500 Beratungstermine vereinbarten, verzeichnen die Organitoren einen neuen Teilnehmerrekord. „Hoch im Kurs liegen Gesundheitsberufe und die Beamtenlaufbahn im mittleren Dienst. Ganz vorne auf der Wunschliste steht allerdings der Erzieher“, sagt Mona Wittelmann, Projektleiterin der Nordjob-Messe beim Institut für Talententwicklung. Claus Ruhe Madsen, Präsident der Industrie und Handelskammer Rostock, nimmt dabei auch die Unternehmer in die Pflicht. „Nur Ausbildungsplätze auf den Markt zu stellen, reicht heute nicht mehr aus. Die Betriebe müssen offensiv um die Jugendlichen werben“, so Madsen. Wichtig sei es zudem, eine klare Vorstellung vom zukünftigen Berufsbild zu vermitteln. „Ich rate den Jugendlichen daher immer erst zu einem Praktikum“, so Madsen.

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