Rostock : Schüler schlüpfen in Tierarztkittel

Zwei Wochen arbeiten Frieda Wilken und Jarne Reinhardt im Praktikum in der Rostocker Tierklinik.
Zwei Wochen arbeiten Frieda Wilken und Jarne Reinhardt im Praktikum in der Rostocker Tierklinik.

Neunt- und Zehntklässler der Ecolea in Warnemünde schnuppern im Praktikum in ihre Traumberufe.

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03. Juni 2019, 12:00 Uhr

Ein zweiwöchiges Praktikum in der Rostocker Tierklinik absolvieren derzeit zwei Schüler der 9a der Ecolea in Warnemünde. Wie jedes Jahr haben die Neunt- und Zehntklässler der weiterführenden Schulen die Chance, in einen Beruf ihrer Wahl reinzuschauen.

„Ich interessiere mich sehr für Tiere, genauso wie für die Medizin und beides in einem ist dann einfach die perfekte Wahl“, so die Schülerin Frieda Wilken. „Ich habe mich schon sehr früh für Medizin interessiert und durch meinen Großvater, welcher stellvertretender Zoo-Direktor war, bin ich sehr früh mit Tieren in Kontakt gekommen“, erklärt Jarne Reinhardt.

Die Arbeitszeiten der beiden ändern sich täglich, was für reichlich Abwechslung sorgt: Jarne und Frieda assistieren während der Sprechstunden, gehen mit den Hunden Gassi oder halten Tiere beim Blutabnehmen fest. Wenn die Patienten wieder draußen sind, müssen sie die Tische in den Untersuchungsräumen wischen.

Die beiden Schüler haben sich vor einem halben Jahr bei der Tierklinik beworben und wurden zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Wenige Wochen später erhielten beide die gute Nachricht. „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“, so die leitende Tiermedizinische Fachangestellte Antje Degner. „Wir haben viele Anfragen. Wir gucken auch auf das Zeugnis und auf die Bewerbung. Wenn jemand anruft und sagt, er möchte ein Praktikum machen, ist das natürlich nicht so relevant, als wenn er ein Anschreiben formuliert und das Zeugnis mit reinlegt“, sagt sie.

Grundsätzlich werden für denselben Zeitraum zwei Praktikanten gewählt, doch in diesem Sommer wurden vier genommen, da sich sehr viele beworben haben. „Die Praktikanten sollten sehr kontaktfreudig sein. Man muss sehr viel kommunizieren, denn es bringt nichts, wenn man ein kleines Mäuschen ist und sich nicht traut zu fragen“, so Degner. Sie ergänzt: „Man sollte keine Angst vor Tieren haben, das ist ganz wichtig, denn wenn ich mich nicht traue, das Tier festzuhalten, dann ist es schwierig.“ Wichtig sei auch, gegenüber den Besitzern kontaktfreudig zu sein. Einige wollen ihre Lebensgeschichte erzählen oder brauchen einfach Beistand, erklärt sie. „In solchen Situationen muss man dann einfach zuhören“, so die leitende Tiermedizinische Fachangestellte.

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