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24. Oktober 2017 | 04:34 Uhr

Schüler schlüpfen in die Polizisten-Rolle

vom

svz.de von
erstellt am 27.Sep.2013 | 09:48 Uhr

Rostock | Marwin Baltrusch will Polizist werden. Obwohl der Gymnasiast erst 14 Jahre alt ist, hegt er diesen Berufswunsch "schon sehr lange". In einem Praktikum möchte er erste Erfahrungen sammeln. Wie und wo er sich bewerben kann, hat er gestern beim ersten Blaulichttag in Rostock erfahren. Die Bundes- und Landespolizei sowie die Wasserschutzpolizei haben sich in der Zeit von 9 bis 16 Uhr an zwei Standorten vorgestellt. "Wir wollen 360 Grad Polizei bieten und zeigen, dass die Polizei nicht nur dazu da ist, jemanden anzuhalten und abzustrafen", so Kriminalhauptkommissar Hartmut Richter. "Das heißt Polizei zum Anfassen und zum Ausfragen. Wir vermitteln, was der Polizeialltag bedeutet - und zwar nicht anhand eines plakativen Vortrages."

Vor allem Schulklassen der Oberstufe haben sich beim Blaulichttag informiert. Darunter auch Eric Vasermann von der Hundertwasser-Gesamtschule. Ein Schuljahr steht dem 16-Jährigen noch bevor, dann will er sich für den mittleren Polizeidienst bewerben. "Der Job scheint abwechslungsreich. Am liebsten möchte ich in Mecklenburg-Vorpommern (MV) bleiben", verrät Eric. Damit das auch klappt, will er schulisch noch einmal richtig Gas geben.

Rund 1700 junge Erwachsene bewerben sich jährlich für den mittleren und gehobenen Polizeidienst in MV. Nicht alle sind für den Job geeignet. "Wir können uns unseren Nachwuchs noch aussuchen", sagt Richter. "MV ist eines der wenigen Bundesländer, das für den gehobenen Polizeidienst einen Numerus Clausus hat." Darüber hinaus seien gute Deutschkenntnisse und sportliche Kompetenzen von Vorteil. "40 Prozent, die zum Auswahlverfahren eingeladen werden, fallen allein beim Diktat durch."

Erst wer die allgemeinpolizeiliche Ausbildung und ein Jahr in der Bereitschaftspolizei hinter sich gebracht hat, kann sich für den Einsatz bei der Wasserschutzpolizei bewerben. "Nach der Seediensttauglichkeitsuntersuchung wird man weiter geschult, zum Beispiel in Knotenkunde oder wie man ein Boot festmacht", erzählt Thomas Stahlberg. Er ist Sachbearbeiter für Aus- und Fortbildung bei der Wasserschutzpolizei. "Man muss sich auch entscheiden, ob man im Küsten- oder Binnenbereich arbeiten möchte", fügt er hinzu. Für Josefine Rühle wäre das Arbeiten auf dem Wasser nichts. Die 15-Jährige interessiert sich viel mehr für den kriminalistischen Aspekt der Polizeiarbeit. Beim Blaulichttag konnte sie Fingerabdrücke nehmen. "Ich kann mir vorstellen, so einen Job später zu machen", so die Gymnasiastin.

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