Physch-Labor Rostock : Schüler erleben Physik hautnah

Physiklehrerin ist der Wunschberuf von Studentin Annelie Marx. Im neuen Schülerlabor erklärt sie den Neuntklässlern vom Innerstädtischen Gymnasium – Gerda Krull, Ailina Guljam, Anna Schmidt, John-Patric Palent, Niklas Clausen und Janek Griffel (v. l.) – das Prinzip eines Touchpads.
Physiklehrerin ist der Wunschberuf von Studentin Annelie Marx. Im neuen Schülerlabor erklärt sie den Neuntklässlern vom Innerstädtischen Gymnasium – Gerda Krull, Ailina Guljam, Anna Schmidt, John-Patric Palent, Niklas Clausen und Janek Griffel (v. l.) – das Prinzip eines Touchpads.

Neues Physch-Labor auf dem Südstadt-Campus der Uni Rostock steht Studenten, Jugendlichen und Lehrern aus ganz MV offen.

svz.de von
02. März 2016, 12:00 Uhr

Wie funktioniert ein Laser? Mit welchem Segel ist mein Boot auf dem Wasser am schnellsten? Und wie kann mir Physik helfen, um beim Baseball zu gewinnen? Auf diese und weitere Fragen gibt es für Schüler aus ganz MV ab sofort in Rostock die Antworten – und zwar im Schülerlabor Physch (Physik und Schule) auf dem Südstadt-Campus der Universität Rostock.

Kinder und Jugendliche vom Grundschulalter bis zur Oberstufe können das Labor als außerschulischen Lernort nutzen und sich bei angeleiteten Experimenten ausprobieren. Den Lehramtsstudenten der Physik dient es als Trainingsraum für den Schulalltag und Lehrern für fachlichen Austausch sowie zum Testen moderner Unterrichtsmethoden. 330 potenzielle Nutzer schauten gestern schon mal im Obergeschoss des neuen Physik-Instituts vorbei. Fand doch zeitgleich zur Labor-Eröffnung durch Uni-Rektor Wolfgang Schareck der 14. Rostocker Physiktag statt, an dem sich 16 Teams von 17 Gymnasien aus ganz MV beteiligten.

„Das Schülerlabor gibt es an unserem Institut ja schon seit mehr als zehn Jahre“, sagt Physch-Projektchefin Wiebke Loseries. Bisher mussten die Organisatoren aber seminarfreie Zeiten finden, um die Räume der Didaktik nutzen zu können. Mit dem eigenen Labor erfüllt sich nun ein lang gehegter Wunsch – verbindet es doch Lehren und Lernen.

An der Rostocker Universität ist die Arbeit im Schülerlabor für Physikstudenten Teil der Lehramtsausbildung. Das Physch-Team setzt sich deshalb auch aus Dozenten, angehenden Lehrern, Studenten und Doktoranden verschiedenster Bereiche des Instituts für Physik zusammen. Gemeinsam suchen sie nach Wegen, die Faszination der Physik zu vermitteln. Fünf sogenannte Labs spiegeln dabei die Angebotspalette wider: Es gibt ein Kids-, Astro-, Mechanik- sowie das Photonlab, jedes mit den dem Bereich entsprechenden Experimenten. Im Freelab können sich die Besucher des Labors ein Thema beziehungsweise Experiment wünschen. Die Arbeit mit den Schulklassen kann stunden-, tage- oder wochenweise erfolgen. Für besonders Physikinteressierte soll es künftig einen Junior- und einen Forscherclub geben. Ab Ende März dient das Labor auch als Treffpunkt für einen Lehrerclub.

Ein weiteres Ziel der Verzahnung zwischen Schule und Universität ist es auch, künftig mehr Teilnehmer für Jugend forscht zu generieren. Gab es doch in diesem Jahr einen historischen Tiefststand mit nur einem Physik- und keinem Matheprojekt. „Durch das Labor können die Schüler sehen, dass Wissenschaft etwas Greifbares ist und nichts, was im Elfenbeinturm passiert“, so Institutsleiter Prof. Oliver Kühn. Zusammen mit Rektor Schareck sicherte er Schulen, die bei der Umsetzung von Jugend forscht Hilfe bräuchten, fachliche Unterstützung zu.

Anmeldung: für Schulklassen über Wiebe Loseries unter der Telefonnummer 0381/498 67 55 oder über die neue Webseite von Physik und Schule: http://web.physik.uni-rostock.de/physch/
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