Schüler ergattern Medaillen im Sport

<strong>Was für ein Sprung:</strong> Lisa Marie (12) gelingt dank des Anfeuerns durch ihre Mitschüler und Lehrer von der Heinrich-Schütz-Schule ein Satz von 4,65 Metern. <foto>Georg Scharnweber</foto>
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Was für ein Sprung: Lisa Marie (12) gelingt dank des Anfeuerns durch ihre Mitschüler und Lehrer von der Heinrich-Schütz-Schule ein Satz von 4,65 Metern. Georg Scharnweber

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14. Juni 2012, 07:40 Uhr

Hansaviertel | Philipp Lange schlendert gut gelaunt mit seinen Mitschülern den Weg zum Leichtathletikstadion im Hansaviertel entlang, die Haare noch ein wenig nass vom Schwimmen. Eigentlich hätte der Achtjährige gerade Matheunterricht. Aber gestern stand der ganze Tag im Zeichen des Sports, ganz zur Freude von Philipp. Der Schüler konnte sein zweites Deutsches Sportabzeichen ablegen.

In der Neptun-Schwimmhalle ist er 50 Meter geschwommen, beim Weitsprung im Stadion hat er sich ordentlich ins Zeug gelegt. "800-Meter-Lauf, Weitwurf und Sprint habe ich schon in der Schule gemacht", erzählt der Viert-klässler von der Werner-Lindemann-Schule. Und damit hat er fünf Disziplinen abgelegt, die er für das Abzeichen braucht. Mit ihm haben gestern so etwa 1000 Schüler die Auszeichnung erhalten. Der Rostocker Stadtsportbund hat den großen Tag für die Schulen von 9 bis 14 Uhr organisiert. Chef Dr. Roland Bothe hat dabei alles im Blick behalten. "Ich bin sehr zufrieden, weil wir an die vorherigen Erfolge anknüpfen konnten", sagt er.

Von Kugelstoßen, über Hochsprung bis zum Schwimmen

15 Schulen hatten sich angemeldet. Schon früh morgens waren die meisten Kinder da. Zur Eröffnung trafen sich Generationen im Stadion. Die Seniorengruppe des Leichtathletikvereins hat mit den Grundschülern Erwärmungsübungen gemacht. Danach strömten hunderte von Schülern an die einzelnen Stationen, zum Kugelstoßen, Hochsprung, Schlagball, Weitsprung oder auch Laufen. Das Deutsche Rote Kreuz war sicherheitshalber mit vor Ort, aber kein Schüler hat sich ernsthaft verletzt. Auf der Wiese wurde geturnt, die Hüpfburg war voll mit Kindern und die Stimmung bei milden Wetter hervorragend.

"Ich bin das schnellste Mädchen in unserer Schule", erzählt Cornelia Kunz. Sie geht mit Philipp in eine Klasse und bezwingt manchmal auch die Jungs beim Sport. Gestern war die Zehnjährige besonders ehrgeizig und gab alles.

"Den Kindern macht das schon Spaß. Sie kommen raus aus dem Alltag, aus der Schule, können sich richtig austoben", sagt Silvia Gliem. Seit neun Jahren hilft sie beim großen Tag der Schüler, war auch gestern voll beschäftigt.

Wie die Werner-Lindemann-Schule, die Philipp und Cornelia besuchen, haben auch andere ihre Schüler schon vorab einzelne Disziplinen absolvieren lassen. "Wir sind natürlich auch froh, dass die Schulen viel eigenständig machen", sagt Bothe. Sonst würden sich logistisch einfach Schwierigkeiten auftun. Schon so hatten die 40 Helfer gestern ordentlich zu tun. Vertreter des Stadtsportbundes, Kampfrichter vom Kreisleichtathletikverband, Schulsportberater und Vereinssportlehrer haben Anmeldungen aufgenommen, Zeiten gestoppt, Längen gemessen, Kinder betreut, Ergebnisse ausgewertet und Medaillen vergeben.

Auch Wolfgang Baade hat sich eingebracht. Der Sport- und Geschichtslehrer vom Gymnasium Reutershagen ist auch Schulsportberater. "Dieser Tag gehört zu unserem festen Programm", sagt er. Mit einem Kollegen hat er die Stände überwacht und den Kampfrichtern unter die Arme gegriffen. Andreas Rühl vom Stadtsportbund verbrachte den Tag am Beckenrand. "Los, du schaffst das", rief er einem Jungen zu. Und der Jugendliche schaffte es in der vorgegebenen Zeitspanne. "Ich würde mir wünschen, dass noch mehr Schulen den Tag nutzen", sagt er.

Sportbegeisterte Erwachsene und natürlich auch Kinder können sich beim großen Familientag am 18. August versuchen.

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