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Norddeutsche Neueste Nachrichten

12. Dezember 2017 | 15:18 Uhr

Wissenschaft : Schüler erforschen Affen und Quallen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Der Landes-Zoo-Tag steht unter dem Schwerpunkt der Wissensvermittlung. Jugendliche und ihre Projekte kommen dabei ganz groß raus.

svz.de von
erstellt am 11.Sep.2014 | 06:00 Uhr

Der Landes-Zoo-Tag ist gestern ganz den Schülern gewidmet worden. Die Ergebnisse ihrer monatelangen Projektarbeit durften sie im Darwineum vorstellen. Für den Rostocker Zoo-Direktor und Vorsitzenden des Landes-Zoo-Verbands, Udo Nagel, haben die Projekte eine wichtige Aufgabe: Sie dienen der Vermittlung von Wissen.

Agrar- und Umweltminister Dr. Till Backhaus (SPD) eröffnete den landesweiten Zoo-Tag im Darwineum. Dabei unterstützte er die Meinung Nagels. Das Leben zahlreicher Kinder sei oft sehr naturfern. Viele kämen mit ihrer natürlichen Umwelt gar nicht mehr in Berührung und würden eher mit digitalen Medien oder dem Fernsehen aufwachsen. Umso wichtiger sei es, dem Nachwuchs die Natur aus nächster Nähe zu erklären.

Alle Schülerprojekte stehen daher unter dem Motto: „Man kann nur das schützen, was man kennt.“ Neben der Vermittlung von Artenkenntnissen aus der Tier- und Pflanzenwelt stehen daher auch anderen Bereiche der Naturwissenschaften im Mittelpunkt. „Wir wollen Zusammenhänge erklären“, sagt Nagel. Die Erforschung von Quallen gibt beispielsweise Aufschlüsse über die Evolution. Um etwa den Klimawandel zu verstehen, werden die Schüler in den Zoos von Mecklenburg-Vorpommern neben Biologie mit Physik, Chemie oder auch Geologie bis hin zu Humanwissenschaften vertraut gemacht. Rund 60 000 Kinder und Jugendliche werden in diesem Jahr in den Zoos von MV an einem oder mehreren Projekten arbeiten.

Auf ein bisher praktisch unbemerktes Thema machte Zoo-Direktor Nagel außerdem aufmerksam – die Abgabe von Fundtieren in den Zoos und Tierparks. „Jedes Jahr werden 3000 bis 4000 Fundtiere bei uns abgegeben“, sagt er. Verletzte Katzen oder von den Muttertieren abgelegte Rehkitze sowie junge Hasen würden den Pflegern immer häufiger gebracht – oftmals unnötig. Nach Meinung des Rostocker Direktors benötigen alle 21 Zoo-Einrichtungen im Land mehr Unterstützung für den Betrieb von Tier-Auffangstationen. Schließlich bedeute die Versorgung eines Wildtieres enormen Aufwand. Die Infektionsgefahr der Zoo-Tiere steige drastisch und der Kostenfaktor somit ebenfalls. Nagel hofft nun, dass der Ausbau der Auffangstationen bald in die Tat umgesetzt werden kann. Und damit die Menschen weniger abgelegte Jungtiere mitnehmen, setzt der Zoo-Direktor weiter auf Information und Bildung.

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