Bürgerschaft : Schüler als Politiker

Michael Zierow von der Fraktion Jugend für Rostock geht in der Fragestunde das Thema Sicherheit der Badegäste in der Warnemünder Mole an. Bausenator Holger Matthäus (Grüne) geht auf die Anliegen der jungen Kommunalpolitiker auf Zeit ein.
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Michael Zierow von der Fraktion Jugend für Rostock geht in der Fragestunde das Thema Sicherheit der Badegäste in der Warnemünder Mole an. Bausenator Holger Matthäus (Grüne) geht auf die Anliegen der jungen Kommunalpolitiker auf Zeit ein.

Ecolea-Neuntklässler beteiligen sich am Planspiel Kommunalpolitik der Friedrich-Ebert-Stiftung. Fraktionen bringen Anträge ein.

svz.de von
19. November 2014, 10:00 Uhr

Das Durchschnittsalter der Rostocker Bürgerschaftsabgeordneten ist gestern für knappe drei Stunden auf 15 Jahre gesunken. Die Fraktionen auf Zeit hatten unter anderem Namen wie Für Zukunft Rostock, Schülerfraktion, Die Zukunft und Die Bunten.

An zwei Projekttagen hatten sich die Neuntklässler der Ecoleaschule Warnemünde innerhalb eines Planspiels der Friedrich-Ebert-Stiftung intensiv mit Kommunalpolitik beschäftigt. Dabei wurden sie von echten Bürgerschaftsmitgliedern unterstützt. Den Vorsitz dieser nachgestellten Sitzung hatte Frank Giesen (CDU), erster Stellvertreter des Bürgerschaftspräsidenten. Er machte die Schüler freundlich auf die Formalien der Geschäftsordnung aufmerksam. In der Fragestunde ging Bausenator Holger Matthäus (Grüne) auf die Anliegen ein.

Unter anderem gingen die Schüler auf Themen wie Anzahl der Kita-Plätze im Ostseebad ein, die Sicherheit der Badegäste an der Mole, die Anzahl der Ferienwohnungen, die Verdichtung der Taktfolge der Buslinie 119, eine so genannte Kulturkarte für Jugendliche und die Möglichkeit, die Rahmenbedingungen für Investoren von Spaßbädern zu verbessern. Gerade in diesem Punkt, bei der Linie 119 und zur Kulturkarte weckte der Senator wenig Hoffnungen. „Spaßbäder wird die Stadt nicht finanzieren“, sagte er.

Auch bei den Anträgen der einzelnen Fraktionen ging es um praktische Anliegen. Pia Jablinski, Vorsitzende der Fraktion Die Zukunft forderte, dass die Bürgerschaft beschließen möge, wegen der mangelnden Beleuchtung des Radweges zwischen Warnemünde und Lichtenhagen mit den Stadtwerken zu verhandeln. Diesem Antrag stimmten die 62 Abgeordneten mehrheitlich zu. Bausenator Holger Matthäus kündigte an, dass die Stadt prüft, ob eine LED-Beleuchtung installiert werden könne. Auch dem Antrag der Bunten zu mehr Kreisverkehren statt Ampelanlagen stimmten die Abgeordneten zu. Abgelehnt wurde dagegen der Antrag der Schülerfraktion, den Hebesatz der Gewerbesteuer von 465 auf 425 Prozent zu senken.

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