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Rostock : Schreibservice entlastet Mediziner und Juristen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Lokale Firma behauptet sich seit mehr als 25 Jahren am Markt. Kliniken und viele weitere Partner schätzen den zuverlässigen Service.

Vor mehr als 25 Jahren begann alles mit zwei elektrischen Schreibmaschinen. Heute tippt Marion Bohl Diktate der Arztpraxen und Kliniken mit ihrer PC-Tastatur. Der medizinische Schreibservice in der Neuen Werderstraße in der Rostocker Innenstadt hat Hochkonjunktur, denn viele Ärzte möchten ihre Zeit lieber für die Versorgung ihrer Patienten einsetzen, anstatt Berichte zu schreiben. Sie ersparen sich gerne den lästigen Papierkram. Abschlussberichte nach Operationen, das Ergebnis des Gerichtsmediziners oder die Klinik-Entlassungsberichte werden heute auf hochmoderne Diktiergeräte gesprochen und an das Rostocker Schreibbüro weitergeleitet. Der Zugriff erfolgt über das Internet. Die Arbeiten werden schnellstmöglich in Wort und Schrift umgesetzt. „Selbstverständlich unterliegen wir ebenfalls der Schweigepflicht und müssen die nach dem Bundesdatenschutzgesetz erforderliche Datenschutz-Verpflichtungserklärung unterschreiben“, sagt Marion Bohl.

Inzwischen sind elf Mitarbeiterinnen mit der Datenverarbeitung beschäftigt, denn auch viele Juristen nutzen den Schreibservice für Mandanten- oder Gerichtsanschreiben.

Das Tätigkeitsfeld ist keineswegs leicht, denn neben der Schnelligkeit an der Tastatur sind medizinische und juristische Fachkenntnisse der Mitarbeiterinnen des Schreibbüros erforderlich.

Ursprünglich begann Marion Bohl nebenberuflich mit der Abschrift von Facharbeiten für Studenten und wagte 1989 den Schritt in die Selbstständigkeit. Die Arbeitserleichterung im Klinikalltag fand bei der Kundschaft schnell Gefallen. Zwei Außenbüros in Kliniken in Bad Sülze und Graal Müritz gehören ebenfalls zum Unternehmen. Die technische Unterstützung für die Dienstleistungen leistet inzwischen der Ehemann der staatlich geprüften Sekretärin. „Früher hatten wir lediglich mit den Farbbändern unserer Schreibmaschinen zu kämpfen“, berichtet Hartmut Bohl. Jetzt seien ganz andere Dimensionen möglich, aber ebenso zu bewältigen. Deshalb hat er sich im Laufe der Jahre das technische Wissen für die Reparaturen und Instandhaltung der sensiblen Computer-, Netzwerk- und Farbkopierer-Technik angeeignet. Insbesondere bei Software- oder Netzwerkproblemen ist der gelernte Rundfunk und Fernsehtechniker eine große Hilfe für seine Frau und die Schreibkräfte. Übrigens: Der ersten elektrischen Schreibmaschine aus DDR-Zeiten, einer „Erika 6006“, hat das Ehepaar als Erinnerung an die Anfangszeit vor 25 Jahren einen Ehrenplatz eingeräumt.

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