Mobilität : Schornsteinfeger steigt aufs Rad

Das Markenzeichen von Bezirksschornsteinfeger Jörg Kibellus ist sein Lastenrad.
Das Markenzeichen von Bezirksschornsteinfeger Jörg Kibellus ist sein Lastenrad.

Premiere für einen Gewerbetreibenden: Dank seines neuen Arbeitsgefährts lässt Jörg Kibellus die nervige Parkplatzsuche hinter sich

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13. April 2015, 08:00 Uhr

Mit der Kehrbürste auf dem Rücken und schwarzem Hut auf dem Kopf fährt der Rostocker Schornsteinfeger Jörg Kibellus mit seinem Fahrrad durch die engen Straßen der Hansestadt zu seinem nächsten Termin. Die weiteren Kehrgeräte für seine aktuellen Aufträge hat der Bezirksschornsteinfeger in einer großen Box hinter dem Vorderrad verstaut. „Mit diesem Lastenrad kann ich nicht nur meine Werkzeuge einfach transportieren, sondern auch bequem von Haustür zu Haustür fahren. Das ist einfach super“, sagt Jörg Kibellus.

Seit Beginn dieses Jahres ist er der erste Rostocker Handwerker auf einem Zweirad. „Schon allein wegen meines Berufs bin ich Umweltschützer und jetzt kann ich dies auch mit meinem Verkehrsmittel deutlich machen“, so der Rostocker. Die manchmal langwierige Suche nach einem geeigneten Parkplatz für seinen kleinen Transporter hat somit auch ein Ende gefunden. Auf die Idee, mit einem solchen Drahtesel zu arbeiten, kam der Bezirksschornsteinfeger, der unter anderem für Bereiche der Innenstadt, der Steintor-Vorstadt und dem Dalwitzhof verantwortlich ist, durch René Tober. Auf seiner Internetseite verkauft und vermietet der Rostocker Tober diese Transporträder. „Ich freue mich natürlich sehr, dass endlich auch ein Gewerblicher zeigt, wie hervorragend es sich mit solchen Rädern fahren und auch arbeiten lässt“, sagt er.

Gemeinsam haben die beiden Männer die Spezialanfertigung ausgearbeitet, damit nicht nur die Gerätschaften ihren geeigneten Platz finden, sondern Jörg Kibellus und sein Mitarbeiter sich noch damit fortbewegen können. „Die Zusammenarbeit hat super geklappt. Und ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis“, sagt der Schornsteinfeger.

Er streift sich zeitgleich seine Kehrbürste erneut über den Rücken und steigt auf den Drahtesel. Trotz der schweren Last ist er sicher mit dem Zweirad unterwegs. Bis zu 180 Kilogramm können mit den speziellen Rädern transportiert werden. Die meiste Last befindet sich dabei in der geräumigen Box, die auf dem Gestell hinter dem Vorderrad angebaut ist. „Klar verändert sich dadurch die Lenkung, weil man viel früher einschlagen muss“, erklärt Tober. Für ihn persönlich sei es mittlerweile schwieriger, mit einem normalen Rad zu fahren.

Der sich sonst eher mit einem Transporter fortbewegende Schornsteinfeger musste sich anfangs an das neue Gefährt gewöhnen: „Ein paar Runden bin ich wackelig auf meinem Hof hin und her gefahren, bevor ich mich auf die Straße getraut habe. Man musste eben einfach noch mal Fahrradfahren lernen“, sagt Kibellus.

Das Anmietenvon Lastenrädern geht auf der Internetseite www.transportrad-mv.de.

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