zur Navigation springen
Norddeutsche Neueste Nachrichten

21. August 2017 | 06:44 Uhr

Graal-Müritz : Schöpfwerk nimmt Betrieb auf

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Insgesamt 3,1 Millionen Euro teurer Ersatzneubau in Graal-Müritz offiziell eröffnet. Schutz vor Überschwemmungen durch Binnenhochwasser.

Anlässlich der offiziellen Inbetriebnahme des neuen Schöpfwerkes sagte Frank Giese, Bürgermeister von Graal-Müritz, gestern: „Dies ist eine kleine Eröffnung für ein großes Bauwerk.“ Denn der Ersatzbau für das alte Werk ist ein wichtiger Schritt in Sachen Hochwasserschutz für den Ort. Nach den schweren Überschwemmungen im Sommer 2011 habe die Gemeinde intensiv um Lösungen gerungen, so Giese, um erneuten Überflutungen durch ein Binnenhochwasser entgegenwirken zu können. „Und das Ergebnis spricht für sich“, so der Bürgermeister.

Das neue Schöpfwerk, das ein Areal von 47 Quadratkilometern entwässert, kann mit seinen vier Pumpen bis zu 3,5 Kubikmeter Wasser pro Sekunde in die höher gelegene Ostsee abführen. „Das alte Werk hatte nur eine Leistung von 1,3 Kubikmetern pro Sekunde“, sagt Heike Just, Geschäftsführerin des Wasser- und Bodenverbands Untere Warnow-Küste (WBV). Zwei Jahre dauerte die Bauzeit insgesamt.

Modernste Mess- und Steuerungstechnik wird ab sofort den Pegel des Mahlbusens voll automatisch überwachen, in dem sich das Wasser aus dem Einzugsgebiet sammelt. Ein Auge auf die Technik hat Günter Martens. Seit 25 Jahren ist der 71-Jährige hier als Schöpfwerkwärter ehrenamtlich tätig und weiß, worauf er zu achten hat. „Wir befinden uns hier auf einer Höhe von minus 0,2 Meter HN, also Horizontalnull, und pumpen das Wasser zurzeit bis auf minus 0,45 Meter HN ab. Die maximale Höhe liegt bei minus 0,1 Meter HN “, weiß Martens. Beim Hochwasser 2011 lag der Pegel bei plus 1,35 Metern, erinnert sich der 71-Jährige. Neben Graal-Müritz beteiligten sich auch Rövershagen und Gelbensande sowie die Hansestadt Rostock an dem 3,1 Millionen-Projekt. Ihr Wasser kommt hier auch an. Just: „Die Gemeinden haben das Bauvorhaben erst möglich gemacht.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen