Schönere Straßen für die Gartenstadt

<strong>Viel Verkehr auf desolater Fahrbahn:</strong> Für die Anwohner im Trotzenburger Weg bedeutet das Lärm. Ortsbeiratsvorsitzender Armin Zimmermann kennt die Klagen.<foto>iane</foto>
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Viel Verkehr auf desolater Fahrbahn: Für die Anwohner im Trotzenburger Weg bedeutet das Lärm. Ortsbeiratsvorsitzender Armin Zimmermann kennt die Klagen.iane

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15. März 2013, 09:16 Uhr

Gartenstadt | Gleich mehrere Straßen nimmt sich das Tiefbauamt in der nächsten Zeit in der Gartenstadt vor. Das erste Projekt: Der Trotzenburger Weg soll ganzflächig repariert werden. Lange haben die Anwohner über den desolaten Zustand der Straße geklagt, die auch von Lkw stark frequentiert wird. Für diese herrscht hier zwar eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 Kilometern pro Stunde. Laut sei es trotzdem, so die Beschwerde der Hausbewohner in direkter Nachbarschaft. Das wird sich nun ändern, verspricht Heiko Tiburtius, Leiter des Tief- und Hafenbauamtes: "Durch die Reparatur der Straße wird sich auch die Lärmsituation verbessern." Lose Gullydeckel, die von Anwohnern immer wieder als Belästigung wahrgenommen wurden, würden im Zuge der Sanierung befestigt.

Schon im zweiten Quartal sollen die Arbeiten beginnen und zügig abgeschlossen werden. Tiburtius rechnet damit, dass für die Ausführung ein kompaktes Wochenende oder auch einige Tage unter der Woche ausreichen werden. "Dafür wird die Straße wahrscheinlich voll gesperrt. Das wäre sinnvoll, um zügig und wirtschaftlich effizient arbeiten zu können", sagt Tiburtius. Die genaue Planung sei aber noch nicht abgeschlossen.

Außerdem stehe die Genehmigung des Straßenbauamtes noch aus. Derzeit läuft die entsprechende Ausschreibung der Baumaßnahme. Wenn alles nach Plan verläuft, könnte der Trotzenburger Weg pünktlich zur Europameisterschaft im Wasserspringen, die vom 18. bis 23. Juni in der Neptun-Schwimmhalle stattfindet, fertig sein. Die Bewohner des Stadtteils sind froh, dass sich in ihrem Quartier etwas tut. Auch wenn es eine kleine Enttäuschung für sie war, dass der Trotzenburger Weg nur an der Oberfläche erneuert wird, wie der Ortsbeiratsvorsitzende der Gartenstadt, Armin Zimmermann (Linke), berichtet. Auch dass es mit der Querungshilfe im Bereich der Einmündung Waldessaum nicht klappt, ist ein Wermutstropfen. "Die Straße ist dafür wohl zu schmal und müsste aufwändig verbreitert werden", sagt Zimmermann. Und auch Tiburtius räumt ein, dass eine solche Fußgängerinsel den für die Maßnahme zur Verfügung stehenden finanziellen Rahmen sprengen würde. "Das Geld für die Maßnahme kommt aus dem Topf mit Mitteln für die Instandhaltung. Das ist ein Ein-Millionen-Budget für dringende Arbeiten", erklärt Tiburtius. Für all die vielen Schäden an Straßen innerhalb des Stadtgebietes reiche dieses Budget hinten und vorne nicht. "Mit einer Million schaffen wir erfahrungsgemäß maximal ein Fünftel der erforderlichen Maßnahmen", so Tiburtius. Darum musste das Amt eine Prioritätenliste erstellen, die nun abgearbeitet wird. An allen anderen Stellen könne auch dieses Jahr nur geflickt werden. Der Fall Trotzenburger Weg sei allerdings dringend: "Hier ist sonst die Verkehrssicherheit nicht mehr gegeben", sagt Tiburtius.

Auch weitere Straßen in der Gartenstadt gehen beim Tiefbauamt nun in die nächste Planungsstufe. So wird der Fuß- und Radweg vom Christophorusgymnasium bis zur Buswendeschleife beplant. Er soll 2,50 Meter breit werden. "So könnten wir gerade im Bereich der Schule die Verkehrssicherheit erhöhen", sagt Tiburtius. Diese Maßnahme wird ausgeschrieben, sobald die dafür vorgesehenen Mittel aus dem städtischen Haushalt freigestellt werden. Außerdem geht der grundhafte Ausbau des Asternweges von der Kopernikusstraße bis zur Einmündung Joseph-Haydn-Straße in die Planung, ebenso der Tannenweg. Für Letzteren ist die Sanierung für 2014/15 anvisiert.

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