Schock Am Strom: Angesägter Baum kracht um

<strong>Vor </strong><strong>dem </strong><strong>Maritim-Shop </strong>von Doris Stange (2. v. l.) stürzt der angesägte Baum um. 'Zum Glück ist niemand verletzt', sagt sie.
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Vor dem Maritim-Shop von Doris Stange (2. v. l.) stürzt der angesägte Baum um. "Zum Glück ist niemand verletzt", sagt sie.

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22. Juni 2012, 10:21 Uhr

Warnemünde | Im Ostseebad hat es einen außergewöhnlichen Anschlag gegeben: In der Flaniermeile am Alten Strom haben Unbekannte drei Linden angesägt. Die Täter haben dabei anscheinend billigend in Kauf genommen, dass dadurch Menschen erschlagen werden könnten. Die erste Linde ist gestern mit Getöse vor dem Maritim-Shop, Am Alten Strom 106, vor das Geschäft gekracht. Sie war acht Meter hoch und 80 Kilo schwer. Glück im Unglück: "Eine Kindergruppe war im Laden und zum Glück nicht vor der Tür", sagt Inhaberin Doris Stange. Sie alarmierte um 13 Uhr die Feuerwehr. Auch Marc Körting, Geschäftsführer des benachbarten Eiscafés Venezia, ist froh, dass niemand verunglückt ist. "Ohne die Trennwand hätte der Baum auf unsere Gäste stürzen können", sagt er. Hauptbrandmeister Gerd Rudnick rief die Polizei und das städtische Grünamt. "Es sind mehrere Bäume scheinbar mit Vorsatz angesägt worden", sagt er. Damit es weniger auffällt, hatten die Täter darüber grüne Farbe gestrichen. Ein dritter Baum kann wegen seines starken Stamms stehen bleiben. Sachgebietsleiter Jan Eisenberg ließ den zweiten Baum vorm Eiscafé aus Sicherheitsgründen fällen, um ein Umstürzen zu verhindern. Feuerwehrleute sägten den Baum ab. Körting und sein Nachbar, Fahrgastschiffer Reiner Möller, hoffen auf neue Bäume an der Stelle.

Revierleiter Holger Meysing war mit vor Ort. "Noch sind die Hintergründe unklar", sagt er. Die Kripo ermittelt wegen Sachbeschädigung, versuchter schwerer Körperverletzung und sucht Zeugen.

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