Schnittiges Schiff ist achter Neubau der Reederei Möller

<strong>Das Modell der alten 'Ostseebad Warnemünde': </strong>Das neue Schiff von Reeder Rainer Möller  soll noch größer, moderner und schnittiger ausfallen und insgesamt 500 Gästen Platz bieten. <foto>Foto: Maria Pistor</foto>
Das Modell der alten "Ostseebad Warnemünde": Das neue Schiff von Reeder Rainer Möller soll noch größer, moderner und schnittiger ausfallen und insgesamt 500 Gästen Platz bieten. Foto: Maria Pistor

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29. Juni 2012, 09:04 Uhr

Warnemünde | Reeder Rainer Möller hat ein Geheimnis gelüftet: "Ich erweitere meine Flotte um ein ganz modernes Fahrgastschiff." In der Kölner Lux-Werft entsteht derzeit nach seinenVorstellungen der achte Schiffsneubau für sein Unternehmen. Architekt für das neue Schiff, das insgesamt 500 Gästen Platz bieten soll, ist Josef Bremm. "Es ist ein ganz modernes, schnittiges und luxuriöses Schiff", schwärmt der 57-jährige Warnemünder Reeder. Er hatte 1991 mit der "Käpp’n Brass" das erste Schiff für das Rostocker Revier bauen lassen und in den Dienst gestellt.

Kürzlich fand die Kiellegung der ersten Platte statt. Der Neubau für den Warnemünder Reeder ist gleichzeitig ein Jubiläum für die Kölner Werft. "Es ist das 200. Schiff, das dort gebaut wird", sagt Möller. Seine Begeisterung ist deutlich zu spüren: "Das Schiff ist in seiner Art in Deutschland schon oberes Regal", sagt er und nimmt damit Bezug auf die Passagierzahl. Es ist 40 Meter lang und knapp zehn Meter breit.

Von der Ausstattung her ist auch im unteren Deck an vieles gedacht worden, was Gäste heutzutage voraussetzen. "Es gibt ein Behinderten-WC und einen modernen Wickeltisch", sagt er. Im unteren Salon finden 180 Personen Platz. Bei einer Veranstaltung mit Tanz und Büfett bleibt noch eine Kapazität von 130 Plätzen. Das Sonnendeck hat Platz für 140 Passiere und das Freideck für 230. Der Neubau erhält seinen künftigen Liegeplatz dort, wo jetzt die "Ostseebad Warnemünde" liegt. Dafür gibt es bereits eine Zustimmung vom Hafenkapitän Gisbert Ruhnke. Rainer Möllers ältester Sohn Hein (26) fährt aktuell noch das gleichnamige Schiff. Er wird jedoch schon bald der Schiffsführer des Neubaus werden. "Meine Söhne Hein und Hannes sollen später einmal die Reederei weiterführen", sagt Möller. Als Vater sei er deswegen mächtig stolz.

Auf die Ostsee wird das Schiff jedoch nicht herausfahren, dann müsste Möller die doppelte Summe investieren. Er selbst hat zwar das Patent für Ostseefahrten, aber er will lieber bei seiner jetz igen Route durch den Hafen bleiben. Die "Ostseebad Warnemünde" soll verkauft werden, die Notarverträge werden bald unterzeichnet. "Das Schiff geht im Januar an den Rhein zurück", sagt Möller. Das neue Schiff wird zum März erwartet. Kurz vorher ist im Dezember das 30. Firmenjubiläum. Für einen Reeder gibt es wohl kaum ein passenderes Geschenk als so ein schmuckes Schiff, wie die neue "Ostseebad Warnemünde", in die eigene Flotte zu integrieren.

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