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Beamter wird zum Geburtshelfer : Schneller als die Polizei erlaubt

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Baby Ashley hat es eilig und wird auf der Rückbank eines BMW geboren / Der Beamte Jens Scheiba wird zum Geburtshelfer

von
erstellt am 01.Sep.2014 | 21:15 Uhr

Ashley Peaches Joyce Kritsch ist noch nicht einmal 48 Stunden alt und doch sorgt sie bereits für Aufruhr. Die kleine Rostockerin ist am Sonntag mit der Polizei in Berührung gekommen – und zwar, weil sie zu schnell unterwegs war. „Wir waren gerade auf dem Weg ins Krankenhaus, da haben bei mir die Presswehen eingesetzt. Ich musste Ashley im Auto zur Welt bringen“, erzählt Nadine Ohland, die Mama der Kleinen. Und weil nur der Mann ihrer Schwiegermutter mit im Auto war und dieser nicht wusste, wie er vorgehen soll, hat er die Polizei angehalten. „Zwei nette Beamte haben geholfen und sofort gehandelt“, erinnert sich Ohland.

Einer von ihnen war Jens Scheiba. Mit seinem Kollegen kam der Polizeihauptmeister gerade von einem Fußballspiel der Hansa-Jugend, das er zuvor abgesichert hatte, da kam ihm im Groß Schwaßer Weg ein BMW mit dauernder Lichthupe entgegen. „Der Fahrer ist ausgestiegen, hat die Arme hochgerissen und uns zum Anhalten aufgefordert. Die Frau lag auf dem Rücksitz. Ich sah dann den Kopf des Kindes. Mein Kollege wollte Decken und Einweghandschuhe holen. Aber es ging alles zu schnell, da musste ich eingreifen und das Kind ohne Handschuhe auf die Welt holen“, erzählt Scheiba.

Für Nadine Ohland war es die dritte Geburt. Die 28-Jährige und ihre kleine Ashley sind wohl auf. „Meine erste Sorge war, ob das Kind atmet, ob es der Kleinen gut geht“, sagt Ohland. Im Südstadt-Krankenhaus wurden Mutter und Kind versorgt. Auch die Nachgeburt fand in der Klinik statt. Dass eines ihrer Kinder auf so spektakuläre Weise zur Welt kommen würde, damit hat Nadine Ohland nicht gerechnet. „Der errechnete Geburtstermin war der 3. September. Ashley hatte es aber anscheinend richtig eilig. Die Geburt kam für mich Knall auf Fall“, so Ohland.

Nach der Geburt der Kleinen traf im Groß Schwaßer Weg auch ein Krankenwagen ein. Die Sanitäter trennten die Nabelschnur ab und brachten das Mutter-Tochter-Duo in die Klinik. Bis morgen sollen die beiden voraussichtlich noch in der Südstadt bleiben. Dann darf der Familienzuwachs nach Hause. „Die Großen freuen sich schon auf ihre kleine Schwester“, sagt die frisch gebackene Mutter. Immerhin trägt ihre große Tochter dasselbe Joyce wie Ashley im Namen. „Das ist der Zweitname meiner Großen. Deshalb sollte die Kleine den auch bekommen. Peaches hat sich meine Mutter gewünscht“, verrät Nadine Ohland.

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