zur Navigation springen
Norddeutsche Neueste Nachrichten

25. November 2017 | 12:36 Uhr

ROSTOCK : Schnelle Hilfe für Familien in Not

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Früherer Kellerkind-Verein widmet sich der ambulanten Arbeit mit Kindern und Eltern

Mit einem Jugendclub in Form eines offenen Jugendtreffs im Keller des Rostocker Freizeitzentrums hat im März 1995 alles angefangen. „Damit stand auch der Name unseres Vereins fest: Kellerkind e.V. “, sagt Sybille May, die Mitglied im Vorstand des Vereins ist.

Vor Kurzem, so die Verwaltungsmitarbeiterin, hat es eine Namensänderung gegeben. „Denn wir fanden Kellerkind e.V. nicht mehr zeitgemäß, zumal unser Schwerpunkt seit geraumer Zeit die ambulante Kinder- und Jugendhilfe ist und wir nun in moderne, freundliche Räume in der Paulstraße umgezogen sind“, begründet Sybille May die Umbenennung des Vereins in Pädagogische Gemeinschaft Impuls e.V. „Die Namensfindung war ein langer Prozess. Da wir mit unserer Arbeit Impulse setzen wollen, ist die Entscheidung in diesem Sinne gefallen“, sagt das Vorstandsmitglied.

Der Verein Pädagogische Gemeinschaft Impuls be-treut zurzeit rund 50 Fami-lien, die zuvor beim Amt für Jugend und Soziales um Unterstützung bei Erzie-hungsfragen gebeten haben. Andere Kontakte sind über Schulen entstanden, die sich um einige ihrer Schützlinge sorgten. „Jede Familie hat ein Recht auf kostenfreie, ambulante Hilfe“, betont Ronald Witte. Der Leiter des zehnköpfigen Mitarbeiter-Teams, dessen Mitglieder alle über eine pädagogische Ausbildung und über diverse Zusatzqualifikationen verfügen, kennt viele Gründe, weshalb es kleine und grö-ßere Probleme in einer Fa-milie geben kann. Die Trennung der Partner, die Krankheit der Mutter und die damit verbundenen, oft viel zu hoch geschraubten Erwartungen an die Kinder, Probleme in der Pubertät und/oder in der Schule, ja auch der Umgang mit neuen Medien bis hin zum Mobbing – das alles sind Themen, die manche Familie nicht alleine lösen kann.

„Unser Motto ist Hilfe zur Selbsthilfe. Wir unterstüt-zen unsere kleinen und großen Klienten in vielen Lebenslagen. Das geht hin bis zum Ausfüllen von Anträgen, ja auch bis zur Trauerarbeit“, gibt der Sozialpädagoge einen Einblick in das breite Spektrum der Vereinsarbeit. Dabei nehme der Betreuer die Familie so, wie sie ist, wolle dieser nicht die eigene Lebensweise überstülpen. „Unsere Arbeit beruht auf einem engen Vertrauensverhältnis. Da dringt nichts nach draußen“, versichert Ronald Witte, der schon unzählige Familien begleitet und vielen geholfen hat. „Wenn unsere Klienten unsere Unterstützung nach drei oder sechs Monaten oder auch nach einer längeren Zeit nicht mehr benötigen, dann hat sich unsere Arbeit gelohnt“, sagt der Teamleiter.




zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen