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15. Dezember 2017 | 11:06 Uhr

Schnellboot im Libanon-Einsatz

vom

svz.de von
erstellt am 06.Aug.2013 | 09:31 Uhr

Oberbootsmann Tilo Bendig gehört zu den 40 Soldaten, die gestern unter dem Kommando von Korvettenkapitän Stefan Königsmark vom Marinestützpunkt Hohe Düne zum Einsatz in den Libanon aufgebrochen sind. Dort sollen sie den Waffenschmuggel vor der Küste unterbinden. Das ist eine anspruchsvolle Aufgabe.

Das zum 7. Schnellbootgeschwader gehörende Boot „Wiesel“ tritt nach einer zweiwöchigen Fahrt im maritimen Unifil-Einsatzverband (United Nations Interim Force in Lebanon) die Nachfolge der Korvette „Braunschweig“ an. Zur feierlichen Verabschiedung der Besatzung ist auch Bärbel Bendig mit dem vier Monate alten Sohn Felix gekommen. Die Berlinerin ist selbst Soldatin, kann sich daher in diese Aufgabe gut hineinversetzen. Und dennoch fällt so ein Abschied immer schwer. Hier und da stehen den Soldaten und ihren Angehörigen auch mal Tränen in den Augen. In diesem Fall dauert der Einsatz vier Monate. „Da werden wir auch die Weihnachtsfeiertage im Einsatz verbringen. Deshalb muss meine Besatzung die Feierlichkeiten im Januar mit ihren Familien nachholen“, sagt der Kommandant. Auch der jungen Mutter fällt der Gedanke nicht ganz leicht, dass ihr Mann und Felix Vater Heiligabend nicht da sein kann. „Auch wenn so ein Einsatz inzwischen zur Normalität im Soldaten-Alltag gehört, fällt der Abschied oft auch schwer“, weiß Korvettenkapitän Stephan Klaus. Denn auch wenn die Soldaten gut ausgebildet sind, ist so ein Einsatz nicht ohne Gefahr. „Aber das Boot und die Besatzung stehen unter dem Kommando eines erfahrenen Kommandanten“, beruhigt Klaus. Seit November 2011 ist Königsmark bereits Kommandant der „Wiesel“.

„Unsere Schnellboote genießen einen sehr guten Ruf“, so Korvettenkapitän Klaus. Kein Wunder, dass die Korvetten und Schnellboote auch für Zivilisten von großem Interesse sind. Deshalb laden die Verantwortlichen zu den Tagen der offenen Tür zwischen dem 8. und 10. August nach Hohe Düne ein.

Da demonstrieren ein Sea-King-Hubschrauber mit den Stützpunkttauchern und Fallschirmspringern Übungen zur Seenotrettung. Taucher stellen ihre Arbeit vor. Die Flugabwehrraketengruppe 21 der Luftwaffe präsentiert das Flugabwehrsystem „Patriot“. Mitarbeiter der Wehrdienstberatung, Verwaltung und der Militärseelsorge informieren über ihre Aufgaben sowie über militärische und zivile Laufbahnmöglichkeiten. Die Stützpunktfeuerwehr und der Sanitätsdienst der Bundeswehr zeigen ihre Einsatzmöglichkeiten.

Neben den in Warnemünde beheimateten Tendern, Korvetten und Schnellbooten laden die Segelschulschiffe „Cisne Branco“ aus Brasilien, die polnischen Boote „Iskra“ und „Lublin“ zum Open Ship ein. Für den Transfer zwischen dem Fähranleger Hohe Düne, dem Zeltplatz Markgrafenheide und dem Marinestützpunkt Hohe Düne ist ein stündlich verkehrender Bus im Einsatz.

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