Schmarler Schandfleck sorgt für Ärger

svz.de von
05. Juli 2012, 10:07 Uhr

Schmarl | Das baufällige Haus im Kolumbusring 46/47 stellt für viele Schmarler ein großes Ärgernis da. Das wurde auf der gut besuchten Ortsbeiratssitzung am Dienstagabend im Haus 12 deutlich. Aufgrund des Leerstands wird das verwahrloste Grundstück immer mehr zur Müllhalde für Elektroschrott. "Im Hinterhof hat sich bereits die Drogenszene breit gemacht", beschwert sich Anwohner Mike Winkler.

Drogenspritzen gefährden Kinder

Insbesondere in den Abendstunden hat der Schmarler auf seiner täglichen Gassirunde mit dem Hund schon einige weggeworfene Spritzen entsorgt, die immerhin für spielende Kinder eine erhebliche Gefahr darstellten. Das Gebäude hatte früher auch schon durch einen Brand für Aufregung gesorgt. Der Vorsitzende des Ortsbeirats, Dietmar Droese (Linke), will nun über die Stadt den Privat-Eigentümer kontaktieren.

Zur Situation im Dorf Schmarl - mit dem problematischen Verkehr zum Kanuverein - konnte der Ortsbeirat noch keine Lösung präsentieren. Ein Vorschlag bezüglich einer geänderten Zufahrt wurde auf der vergangenen Verkehrskonferenz weitergeleitet und ist in Bearbeitung. Nach wie vor ist auch die Bushaltestelle am Kolumbusring den Anwohnern ein Dorn im Auge. Sie behindere wegen des viel zu schmalen Straßenverlaufs den Verkehr, sodass die parkenden Autos beschädigt werden. Unter anderem hat es auch das Auto von Winkler erwischt. "Es wäre dringend notwendig, die Bushaltestelle weiter nach vorne zu verlegen", fordert er.

Um der ständig wachsenden älteren Bevölkerung gerecht zu werden, hatte der Ortsbeirat am Dienstag zudem Heiko Krohn und Sigrid Schomaker, Mitarbeiter des Pflegestützpunktes Lütten Klein, eingeladen. Insgesamt sind neben Rostock, Güstrow und Pasewalk 18 Beratungsstellen in Mecklenburg geplant. Ziel ist es, den Zugang zur pflegerischen Versorgung von der Beratung, Familienpflege, über Wohnformberatung bis zur Rehabilitation mit Fachwissen herzustellen. "Wir sind allerdings ein neutraler Träger und geben Hilfestellung zur Selbsthilfe", sagt Krohn. So soll auch die Zusammenarbeit mit den Ämtern den Fahrplan zur Selbsthilfe unterstützen. Träger des Pflegestützpunktes sind die Hansestadt Rostock, die Pflege- und die Krankenkassen, um Beratung für Betroffene und deren Familien auf eine breite Basis zu stellen.

Große Lücken bei der Versorgung

Insgesamt sechs Mitarbeiter gewährleisten eine fachgerechte Betreuung. Alle Leistungen, die der Aufrechterhaltung des Lebens im eigenen Haushalt oder im Haushalt der Pflegeperson dienen, werden in einem Netzwerk des Pflegestützpunktes gebündelt und kostenlos vermittelt. Die Schmarler Anwohner kamen der Einladung des Pflegestützpunktes nach und stellten Frageb zu individuellen Versorgungslücken. Am 24. Juli um 18 Uhr gibt es im Rathaus die nächste Versammlung mit je zwei Vertretern aller Ortsbeiräte. Die Themen dann sind der Haushalt 2012 und Rostock 2025 - Leitlinien zur Stadtentwicklung.

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