Warnemümde : Schlüssel für Nachfolgerin

Symbolische Schlüsselübergabe: Annika Preibisch (l.) erhält den Schlüssel von Kathrin Möller, die jetzt auf das Tradtionsschiff wechselt.
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Symbolische Schlüsselübergabe: Annika Preibisch (l.) erhält den Schlüssel von Kathrin Möller, die jetzt auf das Tradtionsschiff wechselt.

Museums-Chefin Kathrin Möller geht zum Traditionsschiff. Annika Preibisch wird jetzt das Haus leiten.

svz.de von
30. August 2016, 12:00 Uhr

Eigentlich hatte Uwe Heimhardt vom Vorstand des Heimatmuseums gehofft, Kathrin Möller eher 28 Jahre als Leiterin im Haus zu haben. Jetzt sind es nur 28 Monate geworden. Die engagierte Museologin übernimmt Anfang September das Traditionsschiff und soll die Attraktivität des schwimmenden Museums erhöhen. Das war ein Wunsch der Stadt und hat fachlich gut gepasst. Aber Kathrin Möller sagt Warnemünde nicht komplett Ade. Und der Abschied fällt ihr trotz der Vorfreude auf die neue Herausforderung auch schwer.

Nicht nur deshalb bleibt sie im Beirat, der ihre Nachfolgerin Annika Preibisch fachlich und konzeptionell unterstützt. „Für mich war das hier im Heimatmuseum Familie“, sagte Möller bei der gestrigen Verabschiedung. Für die neue Dauerausstellung hat sie 100 000 Euro vom Bildungsministerium eingeworben. Damit soll das Museum noch zeitgemäßer werden. Möller schwärmt von den vielen Exponaten, den knapp 1900 Fotos, die es gibt und die perspektivisch den Adressen im Ostseebad virtuell zugeordnet werden sollen. „Als Historiker ist es ein toller Arbeitsplatz in Warnemünde, es ist ein Ort mit Tausenden Geschichten und einer Quellenlage, die super ist“, sagt sie. Die scheidende Museums-Chefin ist froh, dass mit Annika Preibisch eine kompetente Nachfolgerin gefunden ist.

Und die neue Leiterin freut sich auf die Herausforderung. Sie hat schon immer eine Leidenschaft für Geschichte und Museen gehabt. Als Erstklässlerin war ein Lehrbuch für Geschichte von ihrem Opa ihre Lieblingslektüre. Sie hat in Rostock Neue Geschichte und Sprachliche Kommunikation studiert und war seit 2005 im Museumsbereich der Hansestadt tätig. Schwerpunktmäßig wirkte sie im Depotbereich und hat die Spielzeugsammlung inventarisiert.

Den Bereich Museumspädagogik nennt sie eine weitere Säule ihrer Arbeit. Das solle auch so bleiben. „Mir gefällt, dass zu meinem Arbeitsalltag Vereinsarbeit gehört“, sagt die neue Leiterin. Die 36-Jährige freut sich auf die Aufgabe in Warnemünde und die Zusammenarbeit mit den ehrenamtlich Tätigen und den Vereinsmitgliedern.

„Bei aller Wehmut über den Abschied sind wir froh, dass wir damit nahtlos weiter machen können“, sagt Uwe Heimhardt, der der ehemaligen Leiterin mit einem Knurrhahn-Likör und Essen-Gutschein in einem der besten Lokale Warnemündes für die Arbeit dankte.

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