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21. November 2017 | 09:19 Uhr

Schlösser sind Beweis ewiger Liebe

vom

svz.de von
erstellt am 08.Mär.2012 | 08:23 Uhr

Warnemünde | Ulrike und Andreas haben sich an der Bahnhofsbrücke in Warnemünde ewige Liebe geschworen. Als symbolisches Zeichen ziert ein Schloss des Paares die eiserne Kette des Bauwerks. Insgesamt haben es ihnen etwa zehn Paare gleich getan. Die Schlüssel werden meistens ins Wasser geworfen.

Der Brauch kommt ursprünglich aus Italien und hat sich bis nach Warnemünde ausgeweitet. In Köln haben so viele Frischverliebte Schlösser an der Hohenzollernbrücke angebracht, dass es bereits statische Probleme gegeben hat. In Berlin ist der Trend inzwischen verboten und wird mit einem Bußgeld von bis zu 3500 Euro geahndet.

Begeistert über diesen Trend an dem technischen Denkmal in Warnemünde ist Rostocks Tief- und Hafenbauamtsleiter Heiko Tiburtius nicht. "Aber durch die bisher geringe Anzahl der Schlösser sehe ich auch noch keinen Handlungsbedarf", sagt Tibutius. "Erst wenn die Dimension sich ändert, müssen wir reagieren", sagt Tiburtius. Denn das hat dann Auswirkungen auf die Statik. "Dann müssen wir die Schlösser entfernen", sagt er. Mit solchen persönlichen Angelegenheiten will er ansonsten sensibel umgehen. "Es handelt sich um Liebesbekundungen".

Wenn sich so ein Trend ausweitet kann er sich vorstellen, dass die Stadt nach anderen Plätzen für den Brauch sucht. "Aber das muss dann innerhalb der Stadtverwaltung und mit dem Ortsbeirat geprüft werden", sagt Tiburtius. Die Passanten bleiben häufig vor dieser metallenen Seil mit den Schlössern und einem Hühnergott stehen: Auch die Rostockerinnen Michelle Behrens und Lea Feldbinder haben von dem Brauch gehört. DieSchlösser in Warnemünde hatten sie noch nicht entdeckt. Im Gegensatz zu Touristen hofft Tiefbauamtsleiter Tiburtius, dass es nicht mehr Schlösser werden.

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