Zoo Rostock : Schlange mit zwei Köpfen

Bereits im Juni vergangenen Jahres sei die Höhlen-Schönnatter mit den zwei Köpfen geschlüpft und werde nun im Haus der Menschenaffen Darwineum gebracht.
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Bereits im Juni vergangenen Jahres sei die Höhlen-Schönnatter mit den zwei Köpfen geschlüpft und werde nun im Haus der Menschenaffen Darwineum gebracht.

Eine besondere Attraktion ist von Ostern an im Rostocker Zoo zu sehen: eine Höhlenschönnatter mit zwei Köpfen

svz.de von
23. März 2016, 11:10 Uhr

Im Rostocker Zoo ist eine Schlange mit zwei Köpfen geboren worden. Die Höhlenschönnatter wurde am Mittwoch in ein Terrarium im Haus der Menschenaffen Darwineum gebracht und ist dort für die Besucher zu sehen, wie der Zoo mitteilte. Das bereits im Juni vergangenen Jahres geschlüpfte Tier sei inzwischen 65 Zentimeter groß und etwa 45 Gramm schwer. „Die Schlange frisst selbstständig und kann auch mit beiden Köpfen Nahrung aufnehmen, aber nur jeweils mit einem Kopf fressen“, berichtete die Kuratorin Antje Zimmermann. Neben den zwei Köpfen habe das Tier mit dem zoologischen Namen Orthriophis taeniurus ridleyi zwei Luft- und Speiseröhren, die sich zu jeweils einer vereinen. Alle anderen Organe seien nur einmal vorhanden. Die Schlangenart stammt ursprünglich aus Südostasien.„Es handelt sich hier um eine biologische Besonderheit, die sehr selten vorkommt“, sagte Zimmermann. Der biologische Ursprung sei ein nicht abgeschlossener Teilungsvorgang. Wie bei der Entwicklung von eineiigen Zwillingen beginne sich die befruchtete Eizelle zu teilen.

Dann aber breche die Teilung verfrüht ab. „Je nach Zeitpunkt des Abbruchs kann das Ergebnis wie im Fall unserer Schlange ein doppelter Kopf sein“, erklärte Zimmermann.

„Es ist selten, dass eine Schlange mit zwei Köpfen geboren wird, aber gar nicht so außergewöhnlich“, sagte Christine Kurrle vom Frankfurter Zoo. Ein möglicher Grund für das Wachsen von zwei Köpfen sei die Zucht. „Wenn viel gezüchtet wird und viele Tiere da sind, dann kommt es auch statisch häufiger vor“, erklärte sie. Zum Teil seien die Schlangen bis in das Erwachsenenalter lebensfähig. In der freien Wildbahn hätte eine Schlange mit zwei Köpfen demnach jedoch eine geringere Überlebenschance als in der Obhut der Tierpfleger. Der Frankfurter Zoo hat in den vergangenen Jahrzehnten keine Schlange mit zwei Köpfen dokumentiert.

Im Rostocker Zoo leben zwei erwachsene Höhlenschönnattern und 15 Jungtiere. Im Durchschnitt erreichen die nicht giftigen Tiere ein Alter von 15 bis 20 Jahren und ernähren sich hauptsächlich von kleinen Säugetieren wie Mäusen und Ratten. Ihr natürlicher Lebensraum liegt vor allem zwischen China und Malaysia.

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