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Norddeutsche Neueste Nachrichten

19. November 2017 | 11:43 Uhr

Schilder ersetzen Reparaturen

vom

svz.de von
erstellt am 27.Feb.2013 | 09:26 Uhr

Rostock | Rostocks Straßen gleichen einer Kraterlandschaft. Viele Asphaltdecken sind vom Frost aufgesprengt und machen das Autofahren zu einer gefährlichen Slalom-Tour. Die Straßenmeisterei kommt längst nicht mehr mit dem Flicken hinterher und auch das Geld ist knapp. Für das gesamte Jahr steht eine Million Euro für Reparaturen und Instandhaltung zur Verfügung.

Doch nicht überall sind Kälte und Nässe allein an den holprigen Fahrten schuld. In der Graf-Schack-Straße im Bahnhofsviertel sacken die Pflastersteine stellenweise seit Monaten immer weiter ab. Anlieger Andreas Müller glaubt, dass bei der Arbeit gepfuscht wurde. Denn vor einigen Jahren verlegten die Versorger-Betriebe in dem Bereich die Leitungen neu. "Die Straßen wurden damals schnell geöffnet und scheinbar nachlässig wieder geschlossen", sagt Müller. Im Juni vergangenen Jahres meldete er seine Beobachtungen dem Tief- und Hafenbauamt. Daraufhin sei auch ein Mitarbeiter vorbeigekommen, um sich die Schäden vor Ort anzusehen und erste Maßnahmen einzuleiten. Doch bis zum Wintereinbruch Ende 2012 sei keine Abnahme erfolgt, sagt Müller und fügt hinzu: "Dabei hätten sie längst fertig sein können." Er hofft nun weiter auf Hilfe vom Tief- und Hafenbauamt. Die Mitarbeiter sollen den angekündigten Maßnahmen endlich Taten folgen lassen. Wie Stefan-Matthias Kersten, Abteilungsleiter für Straßenverwaltung, Straßenbau und Erschließung des städtischen Amtes, erklärt, sei mit der Anbringung eines Schildes, das auf die Straßenschäden hinweist, erst einmal die Pflicht erfüllt. "Im laufenden Dienstbetrieb wird die Straße wieder instand gesetzt", so Kersten. Dies wird voraussichtlich erst in einigen Monaten passieren. Momentan haben noch die Schlaglöcher in den Hauptstraßen Vorrang, wo das Gefährdungspotenzial besonders groß ist. "Es wird repariert, so schnell es geht", sagt Kersten. Müller hat dafür nur wenig Verständnis: "In den Schlaglöchern wird so viel Geld versenkt. Es muss nachhaltig gearbeitet werden."

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