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Typhon-Zoff in Warnemünde : Schiffe dürfen weiter tuten

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Hafenkapitän gibt Entwarnung. Hup-Flashmob findet heute trotzdem statt.

Aufatmen im Ostseebad: Das vermeintliche Tutverbot für Ausflugs- und Fahrgastschiffe zur Begrüßung und Verabschiedung der großen Kreuzliner gibt es nicht. „Es soll nicht mehr 15 Minuten und länger getutet werden, sondern nur in einem Fenster von etwa fünf Minuten – direkt während des Auslaufens“, sagt Hafenkapitän Gisbert Ruhnke. Dass es ganz verboten werde, sei völliger Quatsch, so Ruhnke. Er habe bereits mit den Schiffern gesprochen und diese zeigten sich einsichtig. Allerdings seien bei Nichteinhaltung des fünfminütigen Fensters künftig aber auch Abmahnungen und Strafen denkbar, so der Hafenkapitän.

Im Vorfeld hatten sich Anwohner über den ständigen Lärm beschwert, die Forderung nach einem Typhon-Verbot wurde laut. Ganz anders lautet die einhellige Meinung des ansässigen Ortbeirats: „Das Tuten gehört zu Warnemünde wie das Möwengeschrei und das Rostklopfen auf der Werft“, sagt der Vorsitzende Alexander Prechtel (CDU). Die ortstypischen Typhon-Klänge sollen erhalten bleiben, wobei natürlich alles in Maßen stattfinden müsse, so Prechtel.

Auf Facebook ruft die Gemeinschaft „Rostock feiert“ heute sogar zu einem Flashmob unter dem Motto „Hupen für den Auslauf“ auf. Um 18 Uhr sollen Sympathisanten der lautstarken Verabschiedung der Kreuzliner auf der Mittelmole zwischen Fähranleger und Segelclub zusammenkommen und alles mitbringen, was Krach macht und einem Typhon ähnlich klingt: Hörner, Vuvuzelas, Airhorns. Nicht erlaubt sind illegale Geräte und solche, die Personen verletzen könnten.

Auch wenn inzwischen bestätigt ist, dass das Tuten weiterhin erlaubt bleibt, soll die Zusammenkunft heute stattfinden – als Zeichen der Anerkennung der Entscheidung. Angekündigt haben sich via Facebook bereits mehr als 350 Personen.

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