Rostocker Überseehafen : Schiff fährt nach Ladeunfall mit Riesen-Rohr wieder

Im Rostocker Überseehafen ist es am Mittwochabend bei Verladearbeiten zu einem schweren Unfall gekommen. Ein etwa 1.000 Tonnen schweres Bauteil für Windkraftanlagen rutsche beim Transport auf ein Spezialschiff ab - ein Leichtverletzter und eine halbe Million Euro Schaden.
Im Rostocker Überseehafen ist es am Mittwochabend bei Verladearbeiten zu einem schweren Unfall gekommen. Ein etwa 1.000 Tonnen schweres Bauteil für Windkraftanlagen rutsche beim Transport auf ein Spezialschiff ab - ein Leichtverletzter und eine halbe Million Euro Schaden.

Die Ursache ist weiterhin unklar.

svz.de von
05. November 2018, 11:36 Uhr

Fünf Tage nach dem Ladeunfall, bei dem ein riesiges Stahlrohr im Rostocker Seehafen herabfiel, darf das Transportschiff wieder ablegen. Wie ein Sprecher des Rostocker Hafenamtes am Montag erklärte, haben die Behörden die „Festlegeverfügung“ für das 160 Meter lange Spezialschiff „Svenja“ aufgehoben. Es sollte am Montagabend wieder auslaufen.

Weiterlesen: 800-Tonnen-Stahlrohr im Rostocker Seehafen geborgen.

Das etwa 800 Tonnen schwere Stahlrohr sollte am 31. Oktober per Kran auf das Schiff gehievt werden. Dabei rutschte es laut Polizei aus bisher ungeklärter Ursache aus der schlaufenähnlichen Befestigung und stürzte auf Schiffsdeck und Hafenpier. Inzwischen wurde es an Land zur Seite gelagert. Das Schiff habe nur geringe Schäden, weil das Riesenrohr auf ein anderes Rohr an Bord fiel, das auch beschädigt wurde, wie Ulf Kaspera vom Bundesamt für Seeunfalluntersuchung sagte.

Man trage die Stellungnahmen der Beteiligten zusammen und wolle dann entscheiden, ob es eine „Hauptuntersuchung“ gebe. Auch die Wasserschutzpolizei ermittelt.

Bei dem Unfall wurde ein Besatzungsmitglied leicht verletzt, der Schaden wurde auf mehrere Hunderttausend Euro geschätzt. Die

„Mono-Pile“ genannten Riesenrohre werden in den Seegrund gerammt und tragen die gesamte Konstruktion eines Offshore-Windrades. Das Unfallrohr ist etwa 100 Meter lang und hat unten einen Durchmesser von acht Metern.

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