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Norddeutsche Neueste Nachrichten

19. November 2017 | 04:26 Uhr

Schiff ahoi: Kreuzliner vor Rostock

vom

svz.de von
erstellt am 19.Apr.2012 | 09:28 Uhr

Warenmünde | Mit dem Einlauf der "Aidasol" startet am Montag die Warnemünder Kreuzfahrtsaison - ein riesiges Gewinngeschäft für die ganze Region. Einer Studie des Ostseeinstituts für Marketing, Verkehr und Tourismus an der Uni Rostock zufolge gaben Passagiere und Besatzungsmitglieder allein bei ihren Landaufenthalten im Jahr 2010 fast sieben Millionen Euro aus. Und in diesem Jahr kommen sogar noch 66 Schiffe mehr ins Seebad.

Maßgeblichen Anteil an der Erfolgsgeschichte hat die Hafenentwicklungsgesellschaft Rostock (Hero). Sie hat in den vergangenen Jahren mehr als 20 Millionen Euro in Modernisierungen investiert. Dafür entstanden beispielsweise das Warnemünde Cruise Center oder auch neue Kaianlagen. "In diesem Jahr nehmen wir nach zweijähriger Bauzeit eine Anlage für die Aufnahme von Schiffsabwässern in Betrieb", sagt Hero-Sprecher Christian Hardt. Allein das hat zwei Millionen Euro gekostet. Außerdem baut die Deutsche Bahn bis 2014 den Warnemünder Bahnhof komplett um. Und das ist nur ein kleiner Ausschnitt aller angepackten Maßnahmen.

Neben der Baubranche profitieren aber auch diverse andere Sparten von der Kreuzschifffahrt: Einzelhandel, Gastronomie, Hotellerie oder auch Beförderungsunternehmen. Das Spektrum in dieser Hinsicht ist breit gefächert. So sichert der beliebteste deutsche Ostseehafen unter anderem auch zahlreiche Arbeitsplätze in Behörden, beispielsweise bei Zoll oder Hafenamt.

Und nach oben ist trotz der Rekordanlaufzahl von 180 Schiffen noch Luft. "Theoretisch können wir in der fünfmonatigen Saison von Mai bis September rund 450 Schiffsanläufe realisieren", sagt Hardt. Voraussetzung dafür wäre eine optimale Verteilung mit passenden Größen und Tiefgängen. Sollten die drei Liegeplätze in Warnemünde belegt sein, kann die Hero zur Not auch ein oder zwei Schiffe im Überseehafen parken. Darauf kommt sie beispielsweise bei den Vierfachanläufen am 10. Juni und 20. Juli zurück. "Dass wir kein Schiff abweisen müssen, ist eine sehr komfortable Situation", so Hardt.

Doch das Seebad hat noch andere Vorzüge aufzuweisen, die mittlerweile auch von den Passagieren geschätzt werden. So hat die Zahl der Berlinreisenden zuletzt deutlich abgenommen. Stattdessen erkunden die Gäste lieber Warnemünde, Rostock oder die umliegende Region.

Wann welcher Kreuzliner kommt, wie lange er in Rostock bleibt, lesen Sie heute in der Printausgabe.

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