Die Erinnerung bewahren : Schatz eines Lebens

Unter den Spenden befinden sich ein Oktant, ein Rettungsring, Taucherhelm, Schiffsglocke, Buddelschiff „Horst” und etliche Fotos und Dokumente. Die liebevoll gestaltete Mappe war ein Geschenk von Frau Köbbert zum 25. Bühnenjubiläum ihres Mannes. Fotos: Georg Scharnweber
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Unter den Spenden befinden sich ein Oktant, ein Rettungsring, Taucherhelm, Schiffsglocke, Buddelschiff „Horst” und etliche Fotos und Dokumente. Die liebevoll gestaltete Mappe war ein Geschenk von Frau Köbbert zum 25. Bühnenjubiläum ihres Mannes. Fotos: Georg Scharnweber

Gabi Köbbert übergibt dem Heimatmuseum ganz persönliche Andenken an ihren Mann Horst Köbbert.

Gabi Köbbert übergibt dem Heimatmuseum ganz persönliche Erinnerungsstücke. Historikerin Dr. Kathrin Möller ist fasziniert, was für einen Schatz sie ins Museum mitnehmen kann. Zusammen schauen sie ihn durch: Neben vielen Papieren, Bildern und Urkunden liegt auch die Aufforderung an den Volkskünstler Horst Köbbert, der 1954 im Konzertfach beim Festival der Volkskunst „Bester Bariton der DDR“ wurde, sich für eine Fernsehproduktion am 14. Juli desselben Jahres in Adlershof einzufinden. Fernsehpremiere für den Jungen von der Küste.

Die Historikerin wird im Fundus den Taucherhelm der Köbberts archivieren, das dazugehörige Schulterstück, einen Rettungsring, ein Buddelschiff mit Köbberts Namen, einen Octanten, vergilbte Ausweise, Bücher, Schallplatten, CD’s, ein Zeitungsarchiv und manch anderes. Die Witwe des Warnemünder Künstlers, Gabriele Köbbert, übereignet all diese Erinnerungsstücke dem Heimatmuseum, wo sie selbst eingetragenes Mitglied ist.

Kathrin Möller nimmt diese Sachen allzu gern mit in die volkskundliche Sammlung, besteht doch die Möglichkeit, eine Warnemünder Biografie vollständig zu rekonstruieren, wie es bisher nur für die Familie Jungmann der Fall war.

Als dann die beiden Frauen bei der Übergabe noch ein bisschen klönen, über die Hafenmelodie, die „Klingende Seekiste“ oder den „Kessel Buntes“ schmunzelnd Erinnerungen austauschen, kommt ihnen die Idee: „Wie wäre es mit einer Audio-Video Station, die man neben die Vitrine mit den Ausstellungsstücken stellen würde. So könnte man auch die Stimme von Köbbert hören, lachen über die Sketche, mit der im Kessel Buntes ein Millionen-Publikum der DDR an die Bildschirme geholt wurde.“ Gabi Köbbert lässt sich erst gar nicht bitten, sondern wird umgehend die dafür notwendige Technik kaufen, während das Museum alle Rechte der Wiedergabe von Ton und Bild prüft.

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