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Feuer in Kartoffelhalle Groß Lüsewitz : Schaden geht in Millionen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

JKI-Kartoffelhalle und Spezialgeräte abgebrannt

svz.de von
erstellt am 08.Jul.2016 | 21:00 Uhr

Einen Tag nach dem Großbrand beim Julius-Kühn-Institut (JKI) in Groß Lüsewitz sind die Ausmaße der Zerstörung deutlich sichtbar. Das Feuer, das am Donnerstagnachmittag in der Kartoffelhalle des Bundesforschungsinstituts für Kulturpflanzen ausgebrochen ist, zerstörte das Gebäude komplett. Menschen wurden nicht verletzt. Der Schaden wird auf zwei Millionen Euro geschätzt.

Die Ursachen für den Brand sind weiterhin unklar, es werde wegen des Verdachts der fahrlässigen Brandstiftung ermittelt. „Die Brandsachverständigen sind vor Ort“, so Gerd Frahm, Sprecher der Polizeiinspektion Güstrow. Allerdings könne aufgrund der Größe der abgebrannten Halle wohl erst im Laufe der nächsten Woche mit ersten Erkenntnissen gerechnet werden.

Neben der Halle mit Kühllager, Arbeitshalle und Werkstattbereich, die erst 2010 für rund eine Million Euro neu erbaut und in Betrieb genommen wurde, fielen den Flammen sechs Traktoren sowie Spezialgeräte zum Opfer. Laut JKI-Sprecherin Stefanie Hahn summiere sich der Verlust für Düngerstreuer, Pflanzenschutzspritze, Drill- und Sämaschinen, Schlepper und Traktoren ebenfalls auf mindestens eine Millionen Euro. Denn allein die Mini-Mähdrescher hätten einen Wert von bis zu 250 000 Euro.

Als das Feuer in der 50 Meter langen, 15 Meter breiten und 7 Meter hohen Halle ausbrach, befanden sich keine Mitarbeiter mehr in dem Gebäude. Wissenschaftler auf dem Areal entdeckten den Brand und informierten die Feuerwehr. Als die alarmierten Kameraden aus den umliegenden Gemeinden am Einsatzort eintrafen, stiegen bereits dichter Qualm und Flammen aus dem Gebäude, berichtet Wilfried Matisseck, 1. Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Sanitz. Neben Kartoffeln befanden sich auch Gasflaschen in der brennenden Halle, die laut Matisseck explodierten. Bis etwa 21 Uhr waren die sieben Feuerwehren mit etwa 85 Kameraden vor Ort mit den Löscharbeiten beschäftigt. Zudem rückten gestern Früh noch einmal die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Groß Lüsewitz zur Nachkontrolle an, um einige Stellen zu löschen, aus denen noch Rauch aufstieg, bestätigte Ralph Millahn, Wehrführer der Ortfeuerswehr Groß Lüsewitz.

Durch den Großbrand werden die Arbeiten im Institut stark beeinträchtigt. Allein die Wartezeit für die Spezialmaschinen, die auf dem Feld zum Einsatz kommen, liegt laut Hahn bei bis zu einem Dreivierteljahr. Auch wertvolles Zuchtmaterial bei Kartoffeln und Getreide sei verloren gegangen.
 

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