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Investition gescheitert : Scanhaus-Projekt in Nienhagen geplatzt

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Friedemann Kunz tritt von Bauvorhaben im Ostseebad endgültig zurück

svz.de von
erstellt am 31.Mai.2014 | 08:00 Uhr

Eine Millionen-Investition im Ostseebad Nienhagen ist jetzt geplatzt: Scanhaus-Marlow-Chef Friedemann Kunz ist von seinem Vorhaben, an der Promenade ein Strandrestaurant samt Bierkeller, Veranstaltungssaal, öffentlichen Sanitäranlagen und Dachterrasse zu errichten, zurückgetreten.

Eigentlich sollte im Herbst Baubeginn für das 350 Quadratmeter große und rund zwei Millionen Euro teure Objekt sein. Doch nach monatelang andauernden Querelen um den Grundstücksverkauf zwischen Gemeinde und Strandkorb-Genossenschaft hat Kunz nun die Nase endgültig voll. „Er würde das Grundstück nicht mal mehr nehmen, wenn es geschenkt wäre“, gibt Bürgermeister Uwe Kahl (CDU) Details aus seinem Gespräch mit dem enttäuschten Investor wieder. Die endgültige Absage von Kunz bezeichnet Kahl als Debakel. „Und das ausgerechnet in der Festwoche 750 Jahre Nienhagen“, so der Bürgermeister. Nicht nur, dass ein infrastrukturell wichtiges Projekt nun nicht mehr realisiert würde: „Der Gemeinde entstehen auch 180 000 Euro Schaden“, sagt Kahl. Aus dem Verkauf des Grundstück-Teils im Gemeinde-Eigentum hätte sich Nienhagen über 80 000 Euro freuen können. „Etwa 100 000 Euro müssen wir nun für eine neue öffentliche Toilettenanlage ausgeben, die dringend nötig ist und die der Investor mit gebaut hätte“, so der Bürgermeister.

Er ist nicht nur von der Gemeindevertretung enttäuscht, die den Verkaufsbeschluss dreimal vertagt hätte, sondern vor allem von der zwölf Personen zählenden Strandkorb-Genossenschaft, der ein Großteil des von Kunz avisierten Grundstücks gehört und die sich nicht auf den Verkauf einigen konnten. „Es gab wohl eine Patt-Situation“, sagt Kahl. „Aber wenn man bedenkt, dass jetzt sechs Leute die Entwicklung der Gemeinde verhindern, dann ist das schon mehr als bitter“, so der Bürgermeister.

 

 

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