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Tourismus : Scanhaus-Chef will in Nienhagen investieren

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Friedemann Kunz stellt Pläne für ein touristisches Projekt im Gemeinderat vor

svz.de von
erstellt am 14.Jan.2014 | 06:00 Uhr

Friedemann Kunz, einer der bekanntesten Unternehmer Mecklenburg-Vorpommerns, wohnt seit geraumer Zeit im Ostseebad Nienhagen und ist entschlossen, in den Tourismus seiner Wahlheimat zu investieren. Auf rund 350 Quadratmetern will der Gründer und Chef der Firma Scanhaus Marlow ein Gebäude für die Strandversorgung entstehen lassen. Das Projekt umfasst eine Verbindung zwischen einem Selbstbedienungs-Restaurant und einer niveauvollen Imbisseinrichtung. Im Keller eine Bierbar, deren Ausstattung auch für Familienfeiern einladend ist. Ein Turm auf dem Haus und eine Sonnenterrasse sollen den Gästen schöne Aussichten bieten.

Die haben der aus insgesamt 13 Frauen und Männern bestehende Gemeinderat und die Bürger im „stillen Dorf am Meer“ vielleicht schon in den nächsten Tagen. Dann wird Friedemann Kunz sein Projekt vorstellen. Wer bei der Präsentation dabei ist, wird sich sein Urteil bilden, ob und wie das beabsichtigte gastronomische Kleinod zum Standort passt. Der liegt im Straßenzipfel Am Meer und ist derzeit noch durch eine Parkfläche mit Moto-Cross-Anspruch sowie mit einem öffentlichen WC im Design der 1950er-Jahre nicht gerade ein Fotomotiv von ästhetischem Rang. Aber zwei Strandzugänge, die Steilküste, die offene See und auch der kleine Spazierweg unter den Pergolen sind nur wenige Schritte entfernt – die voraussichtliche Baufläche hat eine herausragende Lage. Bürgermeister Uwe Kahl (CDU) und der Gemeinderat möchten zu schnellen, aber auch gründlich bedachten Entscheidungen kommen. Alle wissen um die große Chance. Schließlich klopft ein so bedeutender Unternehmer wie Friedemann Kunz nicht alle Tage bei ihrem Gremium an. Er hat in der Nachbarschaft seiner Fertighaus-Firma mit einer Unternehmensgruppe gezeigt, was seine Projekte auch in der Tourismuswirtschaft leisten können: Das Restaurant Burwitz am Neuen Markt ist dafür ebenso ein Beispiel wie das neue Recknitztal-Hotel und die ebenso aus dem Nichts entstandene Brauerei in Marlow. „Am liebsten“, sagt Uwe Kahl, „würden wir einen Baubeginn noch vor dem Start in die neue Saison sehen. Selbstverständlich brauchen wir dafür eine demokratische Entscheidung, mit der wir uns auch in der Zukunft sehen lassen können.“

Das Ostseebad Nienhagen hat derzeit knapp 2000 Einwohner. Aus Kreisen des Gemeinderats ist zu erfahren, dass der Ort in zwei bis maximal vier Jahren auf rund 2500 Nienhäger wachsen wird. Für 40 bis 50 Grundstücke will die Gemeinde in absehbarer Zeit noch Bauland ausweisen – südlich der Doberaner Straße, auf dem Acker hinter der Fischräucherei.

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