zur Navigation springen
Norddeutsche Neueste Nachrichten

20. Oktober 2017 | 03:50 Uhr

Verkehr : Scandlines: Ausverkauf geht weiter

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Die Reederei trennt sich von Route Helsingör–Helsingborg. Nun bleiben ihr nur noch die zwei deutsch-dänischen Linien.

von
erstellt am 11.Feb.2015 | 06:00 Uhr

Schrumpfkurs bei Scandlines: Die Rostocker Fährreederei trennt sich von einer ihrer nur noch drei verbliebenen Routen. Die Strecke von Helsingör (Dänemark) nach Helsingborg (Schweden) geht an die Fondsgesellschaft First State Investments. Scandlines verkauft seine Anteile rückwirkend zum 1. Januar. Über den Gesamtpreis wurde zwar Stillschweigen vereinbart. Der Erlös dient nach Unternehmensangaben aber der Tilgung von 66 Millionen Euro Schulden sowie der Zahlung einer Dividende an den Eigner, den britischen Finanzinvestor 3i.

Zusammen mit der Route werden fünf Schiffe verkauft, die 1997 gebaute „Hamlet“ sowie die älteren „Tycho Brahe“, „Aurora“, „Mercandia IV“ und „Mercandia VIII“. Scandlines bleiben jetzt die beiden deutsch-dänischen Verbindungen zwischen Rostock und Gedser sowie Puttgarden und Rödby, daneben Bordershops in Puttgarden und Rostock.

Durch die Verringerung der Schulden „bereiten wir uns auf den Wettbewerb von einer festen Fehmarnbelt-Querung in acht bis zehn Jahren vor“, sagt Geschäftsführer Sören Poulsgaard Jensen. „Wir haben eine klare Vision für die Zukunft von Scandlines als Betreiber hochfrequenter und zuverlässiger Transportdienstleistungen.“

Die Reederei will noch in diesem Jahr zwei neue Schiffe zwischen Rostock und Gedser in Dienst stellen, die zurzeit in Dänemark zu Ende gebaut werden. Aus dem Frachtgeschäft hatte sich Scandlines indessen 2012 komplett zurückgezogen. Unter anderem gingen die Linien Rostock–Trelleborg an Stena Line, Rostock–Hanko an die Swedish Orient Line. Ende 2014 hatte die Reederei zudem angekündigt, ihren Verwaltungssitz von Rostock nach Hamburg zu verlegen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen