Scandlines Arena: Verkauf stockt

Andreas Häse wird die Scandlines Arena betreiben.
Andreas Häse wird die Scandlines Arena betreiben.

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09. November 2010, 07:24 Uhr

reutershagen | Es geht um 1,2 Millionen Euro. Und die Zukunft der Scandlines Arena. Immer noch. Schon seit Monaten liegt der Entwurf des Kaufvertrages den Grundpfandgläubern vor. Dazu zählen in erster Linie die Deutsche Kreditbank (DKB), die Stadt, das Land und der Bund. "Wir warten auf das Okay - nach wie vor", sagt Insolvenzverwalter Jens Dohse. Entgegen aller Erwartungen werden wohl erst 2011 Nägel mit Köpfen gemacht.

Die Ostseesprakasse Immobiliengessellschaft will die Halle erwerben und Andreas Häse als Betreiber einsetzen. Häse gehören die Untenehmen IC Marketing und Nordstar GmbH, mit denen er die Eishalle betreibt und Events veranstaltet. Eigentlich sollte der Mietvertrag, zur Nutzung durch den PSV abgestimmt, bereits im Juli in Kraft treten. Für die Verzögerung gibt es laut Dohse "haushaltsrechtliche und politische Gründe". Mit rund zwei Millionen Euro hatte das Land Mecklenburg-Vorpommern den Bau der Halle gefördert. Daher verfügt es über das Grundpfandrecht. Auch die DKB-Bank ist mit mehreren Millionen Euro beteiligt, hat aber bislang auf eine Zwangsversteigerung verzichtet.

"In der Hansestadt wird die Entscheidung vorbereitet", weiß Dohse. Der PSV muss nur mit wenigen Nutzungseinschränkungen rechnen, dem Sportclub wird einen Großteil der jetzigen Aktivitäten beibehalten können. "Ziel ist ein Vertrag, bei dem der PSV weitermachen kann wie bisher", so der Insolvenzverwalter. Der Plan sieht vor, dass die Grundpfandgläubiger im Rahmen der Veräußerung auf die Grundpfandrechte verzichten, um eine Zwangsversteigerung zu vermeiden. Der positive Affekt: "So wird die Halle in ordentliche Hände gegeben, das Verfahren beendet und der Verein durch den Insolvenzplan gerettet." "Weiterhin sieht der Plan vor, dass auf die Insolvenzquote verzichtet werden soll", sagt Dohse. Die liege bei 0,41 Prozent - dabei ginge es ja "in Wirklichkeit nicht um viel Geld", begründet er. Ein Verzicht sollte also nicht das Problem sein. Nun müssen die Grundpfandgläubiger, dann die Gläubigerversammlung entscheiden, ob der Kaufvertrag in dieser Form genehmigt wird. Dabei ist der Mietkontrakt zwischen Häse und dem PSV Bedingung.

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