Sanierung seit drei Jahren überfällig

Nachfrage steigt:  Steven Oklitz  wünscht sich eine schnelle Sanierung der Wassersportanlage am Petridamm. Maike Grunwald
Nachfrage steigt: Steven Oklitz wünscht sich eine schnelle Sanierung der Wassersportanlage am Petridamm. Maike Grunwald

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11. September 2012, 08:45 Uhr

Rostock | Hochschulsport gehört für viele Studenten einfach zum Alltag dazu. Sogar in den Semesterferien belegen die angehenden Akademiker Kurse, um fit zu bleiben und ihre Freunde zu treffen. Doch einige Kurse sind in Gefahr, denn die Wassersportanlage am Petridamm ist marode und muss dringend erneuert werden. Eine Sanierung ist zwar seit Jahren geplant, doch zur Umsetzung ist es bislang nicht gekommen. So müssen Segelboote vorerst weiter mit dem Motorboot rausgeschleppt werden und auch die steigende Nachfrage nach Sportkursen kann unter diesen Voraussetzungen nicht bedient werden.

Zu den Wasserfahrsportarten, die an der Uni Rostock angeboten werden, zählen zum Beispiel Segeln, Kanufahren oder Surfen. Insgesamt werden in der vorlesungsfreien Zeit 18 Wasserfahrsportarten angeboten. Dieses Jahr gibt es sogar einen Rekord: Im Vergleich zum Vorlesungszeitraum werden von Montag bis Sonnabend 21 verschiedene Kurse für Einsteiger und Fortgeschritte angeboten. Der Sportbeauftragte der Uni Rostock, Steven Oklitz, freut sich immer wieder, wenn er im Bootshaus am Warnowufer neue Gesichter entdeckt. Nun hofft er, dass bald die Anlage am Petridamm erneuert wird. "Die Anlage ist momentan leider auf der Prioritätenliste etwas nach unten gerutscht", so der 27-Jährige. "Seit drei Jahren soll sie saniert werden. Es ist sogar alles bewilligt, aber es hat immer noch keiner den Startknopf gedrückt."

Mit der Sanierung könnte sowohl die steigende Nachfrage nach Plätzen abgedeckt als auch das Realisieren von Sportarten wie dem Standup-Paddeln vor Ort ermöglicht werden. Obwohl die Anlage besser sein könnte, sind alle Beteiligten froh, dass es sie gibt. "Wir wollen das Angebot immer verbessern und Abwechlsung bieten", so Oklitz. Seit 2009 ist er als Sportbeauftragter beim Hochschulsport angestellt und ist jetzt das dritte Jahr dabei.

Vor allem in der vorlesungsfreien Zeit soll das Sportprogramm bewusster genutzt werden. Schließlich soll es neben Hausarbeiten und Lernen in der Bibliothek noch etwas geben, das den Kopf wieder frei macht. Die Wasserfahrsportarten bieten den nötigen Ausgleich, um wieder konzentriert durchstarten zu können. Dabei soll es um keine Höchstleistungen gehen, sondern einfach darum, Freizeitsport machen zu können. Außerdem sei Rostock Oklitz zufolge quasi prädestiniert dafür, Wassersportkurse anzubieten. "Wir müssen die Vorteile von Rostock ausnutzen und realisieren", meint er.

Nach der vorlesungsfreien Zeit soll es aber auch ab Oktober wieder sportlich zugehen. Dann gibt es ein neues Sportprogramm für Studenten und Uni-Mitarbeiter.

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