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Norddeutsche Neueste Nachrichten

12. Dezember 2017 | 13:21 Uhr

Warnow-Tour : Sanfte Riesen begrüßen die Radler

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Die Warnow-Tour führt in diesem Jahr zum Zoo

von
erstellt am 21.Apr.2014 | 10:00 Uhr

Das leckere Grünfutter ist sofort vergessen, wenn Jana Wohlfahrt das Gehege der Galápagos-Riesenschildkröten im Darwineum betritt. Dann recken die sanften Riesen ihren Kopf nach vorn und lassen sich den Hals kraulen. Währenddessen erzählt die junge Tierpflegerin den Besuchern, wo die Schildkröten genau herkommen, was sie gern fressen und wie alt sie in Gefangenschaft werden.

All das erfahren auch die Teilnehmer der diesjährigen Warnow-Tour, die am Sonntag, 27. April, um 11 Uhr an der Hanse-Messe startet. Denn die legen auf der diesjährigen Route ihre Pause im Zoo ein und haben die Möglichkeit, der Evolutionsgeschichte auf die Spur zu gehen oder sich auf dem alten Gelände umzusehen. Bei schönem und auch bei schlechtem Wetter verspricht der Zoo den Radsportlern Erholung. Entweder erfreuen sie sich im Außengehege an der Sonne oder an den tropischen Temperaturen im Darwineum. „Dort herrschen ständig zwischen 26 und 28 Grad Celsius“, sagt Zoo-Sprecher René Gottschalk. Die Menschenaffen dürfen mittlerweile auch wieder ins Freigehege, sodass sich die Touren-Teilnehmer auch dort an ihnen erfreuen können. Zum Beispiel an der kleinen Orang-Utan-Dame Surya, die im vergangenen Jahr zur Welt kam und schon die ersten Schritte allein geht.

Ein richtiges Schauspiel ist es auch, den Meerkatzen dabei zuzusehen, wie sie das Gehege der Gorillas aufmischen und den viel größeren Tieren Futter aus der Hand stehlen. Wer dem Darwineum einen Besuch abstatten möchte, muss aber auf das richtige Schuhwerk Acht geben. „Radler mit Noppen-Schuhen sollten sich Wechsel-Schuhe mitbringen, denn der Boden im Darwineum geht sonst kaputt“, sagt Gottschalk.

Dass es in diesem Jahr einen Zwischenstopp im Rostocker Zoo gibt, ist das Ergebnis einer jahrelangen Verbindung zwischen dem Zoo und der Radtour. „Wir wollen auch den Breitensport unterstützen und haben in diesem Jahr eine Möglichkeit gefunden, das auch umzusetzen“, sagt Gottschalk. Der Zoo sorgt für die Verpflegung der Sportler. Neben Erbsensuppe gibt es auch Bratwurst und Wiener. Dazu werden Softdrinks und alkoholische Getränke gereicht. „Das Gute dabei ist, dass die Besucher damit den Bau der geplanten Bärenburg unterstützen, denn die Verkaufseinnahmen fließen direkt in unser neues Großprojekt“, sagt Gottschalk. Dafür dürfen die Radler auf Entdeckungstour durch den Zoo gehen.

Ein besonderes Erlebnis dürfte dabei der Besuch des alten, frisch sanierten Affenhauses sein. Dort sind gerade erst Baum-Kängurus eingezogen. Die Art kommt in Neuguinea und auf der Kap-York-Halbinsel in Australien vor, wo sie in Wäldern und Regenwäldern lebt. Sie gehört zu den bedrohten Tierarten. Das liegt vor allem an der Abholzung der Regenwälder. Außerdem werden die Baumkängurus auch wegen ihres Fells und Fleisches gejagt. Damit es zu keinen logistischen Problemen kommt, sind 20 ehrenamtliche Mitarbeiter des Zoo-Vereins im Einsatz und weisen die Besucher ein. Sie können ihre Fahrräder direkt vor dem Darwineum parken, wo die Galápagos-Riesenschildkröten auf sie warten.

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