zur Navigation springen
Norddeutsche Neueste Nachrichten

20. Oktober 2017 | 23:54 Uhr

Warnemünde : Saisonkräfte fehlen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Kommunaler Ordnungsdienst hat im Seebad in diesem Jahr weniger Aushilfen, dabei lohnt deren Einsatz gleich mehrfach

svz.de von
erstellt am 25.Aug.2017 | 05:00 Uhr

Weil die Hansestadt es satt hatte, dass die Wildparker in Warnemünde Rettungswege zustellen und das Chaos kaum in den Griff zu bekommen war, hat sie vergangenes Jahr reagiert. Deshalb hat der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) als Konsequenz im vergangenen Jahr zehn Aushilfskräfte für die Dauer der Hauptsaison eingestellt. Das sollte den Kontrolldruck erhöhen. „Diese Maßnahme hat sich bewährt, das illegale Parken hat sich deutlich reduziert“, sagt Andrea Krönert von der Fraktion der Grünen. Als Bürgerschaftsmitglied hat sie die Anfrage gestellt, warum in diesem Jahr statt der geplanten zehn Aushilfskräfte nur weniger eingestellt wurden. Denn neben der Verbesserung der Situation hat es sich auch ausgezahlt für das Stadtsäckel: Für die Aushilfskräfte fielen Kosten von 27 000 Euro an. „Demgegenüber standen 80 000 Euro für den städtischen Haushalt“, sagt Krönert. Wegen dieser Summe hat sie sich gewundert, dass in diesem Jahr von den zehn geplanten Stellen vier nicht besetzt worden sind. Deshalb soll Rostocks Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) dazu Antworten geben. „Im Jahr 2017 konnten acht Saisonkräfte im Rahmen einer kurzfristigen Beschäftigung eingestellt werden“, sagt Stadtsprecherin Kerstin Kanaa. „Einem Mitarbeiter musste innerhalb der Probezeit wegen Unzuverlässigkeit gekündigt werden“, begründet sie und ergänzt: „Derzeit sind sieben Saisonkräfte zusätzlich in Warnemünde im Bereich des ruhenden Verkehrs tätig. Weitere konnten mangels geeigneter Bewerber und wegen sozialversicherungsrechtlicher Grenzen nicht gefunden werden.“

Die Saisonkräfte wurden durch eine Schulung auf spezielle Tätigkeiten in der Verkehrsüberwachung vorbereitet. Das Abschleppen gehört nicht dazu – diese Befugnis haben wegen der Komplexität der Aufgaben nur die festen Mitarbeiter des Kommunalen Ordnungsdienstes. „Bis Mitte August sind in Warnemünde 831 Fahrzeuge abgeschleppt worden“, sagt Kanaa.

Jetzt stellt sich für Krönert und den Ortsbeirat die Frage, wie die Hansestadt in der nächsten Saison mit diesem Thema umgeht. „Es ist beabsichtigt, 2018 wieder zehn Saisonkräfte im Bereich der Verkehrsüberwachung temporär zu beschäftigen“, kündigt Kanaa an. „Auf alle Fälle muss das im kommenden Jahr wieder besser klappen, weil es eindeutig belegt ist, dass sich die Situation durch die Saisonkräfte verbessert hat“, sagt Ortsbeiratsvorsitzender Alexander Prechtel (CDU). „Vom wirtschaftlichen Nebeneffekt mal ganz abgesehen“.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen